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Die 5 größten Brainstorming-Fehler

… und wie du es besser machst!

Autor
Portrait von Cornelia Maier. | © punkt & komma
Cornelia Maier
Head of Content Marketing

Wer kennt das nicht: In der Kreativ-Branche wird oft verlangt, die besten Ideen auf Knopfdruck zu präsentieren. Dass das nicht immer klappen kann, liegt auf der Hand. Ideen müssen sprießen und wachsen. Es muss Zeit sein, sie weiterzuspinnen und reifen zu lassen. Und es muss genug Zeit für effektives (!) Brainstorming eingeplant werden.

Wir haben die fünf größten Brainstorming-Fehler für dich aufgelistet und zeigen dir, wie du sie vermeiden kannst.

Fehler #1

Das Thema bis zur Session geheim halten

Du oder einer deiner Kollegen lädt zur Brainstorming-Session? Wunderbar – gemeinsam entstehen im Idealfall die besten Ideen. Trotzdem lauert hier auch schon der erste Fehler: Was du nämlich nicht tun solltest, ist das Thema erst zu Beginn des Meetings zu verraten. Warum? Ganz einfach: Wie sollen sich deine Kollegen schon erste Gedanken machen, wenn sie gar nicht wissen, worum es geht?

Darum gilt als Faustregel #1: Verrate das Kernthema mindestens einen Tag zuvor oder am besten schon bei der Ankündigung. Das führt dazu, dass schon erste Ideen gesponnen werden können.

Fehler #2

Ein zu breites Thema

Ein Thema zu stark einzugrenzen, macht nicht immer Sinn. Es macht aber genauso wenig Sinn, gar keine Eingrenzung vorzunehmen. Schließlich sollten die Brainstormer genau darüber Bescheid wissen, in welche Richtung das Gedankenspiel gehen soll. Nur dann wird die Session erfolgreich und es gelangen wirklich nur Ideen an die Oberfläche, mit denen im ersten Schritt weitergearbeitet werden kann.

Ein Beispiel: Es geht um das das neue Online-Magazin eines Luxushotels in den Bergen Österreichs. Dann sag das auch deinen Kollegen. Wenn du ihnen nur den Hotelnamen mitteilst, kann keiner wissen, wohin die Brainstorming-Reise gehen soll.

Faustregel #2: Wähle ein spezifisches, zielgerichtetes Thema aus.

Fehler #3

Es sind nur Experten vor Ort

Du kennst das bestimmt: Bist du in ein Thema schon lange involviert, verengt sich oft der Blickwinkel. Das ist ganz normal, schließlich kennst du den Kunden oder das Projekt einfach schon zu gut. Versuche deshalb in Brainstorming-Runden auch Außenstehende zu integrieren. Die betrachten die Sache oft aus einer neuen Perspektive und bringen so frische Ideen mit.

Faustregel #3: Lade auch Projekt-Externe ein!

punkt & komma bei einem Meeting im Fireroom. | © punkt & komma
Fehler #4

Der Brainstorming-Overkill

Irgendwann ist einfach Schluss und das Gehirn liefert keine frischen Ideen mehr. Das ist ganz klar – schließlich können wir nicht 24/7 super kreativ sein. Plane für deine Themenfindungsrunden daher nie mehr als 60 Minuten ein. Ansonsten droht der Brainstorming-Overkill.

Faustregel #4: Eine Ideenkonferenz sollte nie länger als 30 bis 60 Minuten dauern. Setze lieber zwei Termine an, wenn du denkst, dass eine Stunde nicht ausreicht, um genug Ideen zu kreieren.

Fehler #5

Strategie versus Phantasie

„Kreativität fängt da an, wo der Verstand aufhört, das Denken zu behindern.“ Und was hindert die Kreativität mehr als der Gedanke daran, dem Kunden eine super-mega-aufregende Strategie abliefern zu müssen? Eben! Darum sollte der Fokus der Brainstorming-Runde auf der Kreativität liegen. Die Strategie folgt dann im zweiten Schritt und wird ein Leichtes, wenn die Themenfindung ein Erfolg war, du wirst sehen!

Faustregel #5: Lasse die Ideen deiner Kollegen – und auch deine eigenen – fließen und versuche, sie nicht durch augenscheinliche Grenzen einzuzäunen. Denn oft entstehen aus den anfänglich absurdesten Gedanken die besten Einfälle.

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