Social-Media-Marketing

Social-Media-Monitoring

Die Community immer im Blick

Autor
Christin Hock
Content Redakteur

Du wolltest schon immer mal Mäuschen spielen? Wissen, was die Online-Community über dich und deine Marke denkt? Mit Social-Media-Monitoring sozusagen ein Klacks!

Wichtig dabei: zuhören, verstehen und reagieren! Was im ersten Moment selbstverständlich klingt, ist nicht immer ganz leicht umzusetzen. Doch wer seinen Kunden nicht zuhört, verpasst so einiges! Nämlich worüber sie sich beschweren, was sie wütend macht, was ihnen Freude bereitet oder wo sie Fragen zu einem Thema haben. All das ist wichtiges Feedback, um die eigene Marke zu stärken.

Damit du immer im Blick hast, was die Community auf Facebook, Instagram, Twitter und Co. über dich verbreitet, gibt es einige hilfreiche Social-Media-Monitoring-Tools. Wir haben drei davon genauer unter die Lupe genommen. Vorab eine kleine Einführung in die Welt des Monitorings und wie du das passende „Zuhör-Tool“ findest.

Social-Media-Monitoring

Was bringt’s?

Du postest regelmäßig Schnappschüsse auf Instagram, teilst via Facebook das eine oder andere Video? Und auch über Twitter sammelst du fleißig Follower? Doch irgendwie läuft es nicht ganz rund, dein Business kommt einfach nicht in die Gänge … Dann wird es vielleicht Zeit dir anzuschauen, was Fans, Kunden und Geschäftspartner über deinen Content denken!

Social-Media-Monitoring-Programme helfen dir dabei, herauszufinden, wer, wie, wo und in welchem Zusammenhang über dich spricht. Sie spüren Online-Diskussionen auf und tracken Konversationen rund um Stichwörter, Sätze und Ereignisse. Auch Meinungen über deine Marke, die Branche und den Mitbewerb werden angezeigt.

Aber nicht nur das! Kritische Stimmen erheben sich? Ein Shitstorm bahnt sich an? Einige Monitoring-Tools verfügen über ein Alarm-System (z. B. Google Alerts), das rechtzeitig auf Krisen hinweist. So kannst du prompt reagieren und den Shitstorm direkt im Keim ersticken.

Denn bedenke eines: Bei einem Problem schickt kaum noch jemand eine E-Mail. Vielmehr dient heutzutage die große Social-Media-Bühne, um die eigene Meinung vor aller Öffentlichkeit kund zu tun. Da ist schnelle Reaktion gefragt! Ob mit einem „Gefällt mir“ oder einem kurzen Kommentar.

Das ist möglich mit Social-Media-Monitoring-Tools:

  • Analysen und Reporting über die Online-Aktivitäten
  • Beobachtung des Engagements: Reaktionen auf Kommentare und Nachrichten in Echtzeit
  • Zuhören: Austausch mit Leuten, die gerade über deine Marke, deine Keywords oder die Konkurrenz sprechen

Nützliches Zusatzfeature bei einigen Tools: 

  • Posting und Planung von Inhalten auf den Social-Media-Kanälen

Wie finde ich das passende Monitoring-Tool?

Die Wahl des perfekten Monitoring-Tools ist nicht ganz leicht, vor allem nicht in diesem undurchschaubaren Software-Dschungel. Wichtig daher: Definiere vorab deine konkreten Bedürfnisse.

  • Wieviel Budget kannst du dafür in die Hand nehmen?
  • Welches Ziel verfolgst du?
  • Welche sozialen Netzwerke möchtest du durchkämmen lassen?
  • Welche Kennzahlen, Daten und Infos sind wichtig für dich?
  • Was sind deine Anforderungen an Dashboard und Reporting? Sollte das Dashboard zum Beispiel flexibel gestaltbar sein?
  • Alarmiert dich das Programm, wenn sich kritische Stimmen erheben?
3 Monitoring-Tools im Kurzcheck

Hootsuite

Der Alleskönner

Was Hootsuite alles kann? Besser ist wohl die Frage, was das Programm nicht kann! Von der Veröffentlichung und Vorausplanung über die Beantwortung von Follower-Anfragen bis hin zu anpassbaren Analysen und der Beobachtung von Aktivitäten. Ideal auch für die Zusammenarbeit im Team: Tweets und Antworten können delegiert, markiert und Nachrichten nachverfolgt werden. Die große Auswahl an Features macht Hootsuite zu einem der beliebtesten Werkzeuge zum Managen von Social-Media-Kanälen.

Pro Hootsuite

  • Eine für alles: Mit nur einer einzigen App sind alle sozialen Netzwerke zentral steuerbar. Auch andere können auf den Account zugreifen und bearbeiten. Allerdings nur in der kostenpflichtigen Version.
  • Umfangreiche Funktionalitäten: Posts vorbereiten, planen und veröffentlichen. Parallel dazu überwachst du deine Beiträge. Eine Reihe von Statistiken helfen, die Aktivitäten auf den sozialen Medien zu verbessern.

Contra Hootsuite

  • Keine intuitive Benutzeroberfläche: Sowohl das Design als auch die Oberfläche sind nicht sehr intuitiv. „Überladen“ und „sperrig“ trifft es ganz gut.
  • Einschränkungen in der kostenfreien Version: Lediglich drei Social-Media-Profile können angelegt werden, um die Dienste zu nutzen.

Brandwatch

Monitoring auf höchstem Niveau

Brandwatch durchsucht über 50 Millionen Quellen, um relevante Treffer herauszufiltern. Darunter Blogs, Foren und soziale Medien. Es identifiziert und analysiert Posts, Tweets, Kommentare und News in über 25 Sprachen – ein riesiges Spektrum also! Nicht umsonst gilt Brandwatch als eines der umfangreichsten Tools am Markt. Vor allem wenn große Datenmengen im Netz überblickt werden müssen und eine hohe Interaktionsrate auf den Kanälen herrscht, ist das Programm stark!  Daher bestens geeignet für größere Unternehmen, die online häufig im Netz erwähnt werden.

Pro Brandwatch

  • Übersichtliche und einfache Benutzeroberfläche: Brandwatch bietet eine schnelle Übersicht über die Kanäle mit den meisten Treffern. Das Tool identifiziert zudem die aktivsten Autoren, ganz ohne Zusatzeinstellungen.
  • Vielfältige Möglichkeiten: Eine riesige Auswahl an Features und Tiefen-Analysen stehen zur Verfügung.

Contra Brandwatch

  • Zu viele Möglichkeiten: Wer im Bereich Online-Monitoring eher ungeübt ist, wird mit Brandwatch keinen Spaß haben. Das Tool hat fast zu viele Möglichkeiten.
  • Teuer: Der Preis beginnt bei 600,- Euro pro Monat.

Echobot

Modernste Medienbeobachtung

Erfahre, was über deine Marke, deine Produkte und die Konkurrenz gerade geschrieben wird – über alle Kanäle hinweg. Echobot macht’s möglich. Es durchleuchtet nicht nur die sozialen Medien, auch für klassische Printmedien ist das Monitoring-Tool bestens geeignet! Über die Plattform lassen sich individuell konfigurierbare Suchprofile analysieren. Die Auswertungen sind ganz easy zusammengestellt und können in verschiedenen Datenformaten ausgespielt werden (PDF, Excel oder auch als RSS-Feed).

Pro Echobot

  • Print-Clipping: Direkter Zugriff auch auf Inhalte namhafter Verlage und Nachrichtenagenturen. Damit erhältst du einen umfassenden Medien-Überblick. Auch der kostenlose Download eines Pressespiegels inklusive Headline, Textvorschau, Quelle und Veröffentlichungsdatum in PDF oder Excel ist integriert.
  • Individuelles Dashboard: Hohe Flexibilität in der Sortierung und Gruppierung deiner Daten.

Contra Echobot

  • Geringere Quellenabdeckung: Echobot konzentriert sich auf die D-A-CH-Region und beobachtet in erster Linie die gängigen sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter, YouTube, Google+, Instagram und Pinterest. Für international tätige Unternehmen vielleicht nicht ausreichend.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Ein Monat lässt sich Echobot kostenfrei testen. Ab 299,- Euro pro Monat erhältst du die Basisversion. Jedoch steigt der Preis je Suchagent schnell an und die Anzahl der Keywords je Suchprofil ist begrenzt.
Fazit

Social-Media-Monitoring ist richtig und wichtig. Doch wer nach einem kostenfreien Tool sucht, das annähernd so umfangreiche Funktionen bereithält wie Hootsuite, Brandwatch und Echobot, der wird’s schwer haben. Lediglich Google Alerts checkt schnell die wichtigsten News-Seiten und Blogs ab. Ist allerdings nur als Ergänzung sinnvoll.

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