Video-Content in Social Media

Warum du deine Videos unbedingt für Social Media aufbereiten solltest …

Katzen, Babys, Katzenbabys – die Klassiker unter den Erfolgsvideos. Aber auch Dauerbrenner wie How-To und Testing-Videos verbreiten sich im Netz in Nullkommanichts! Sie alle erobern tagtäglich die sozialen Medien. Und die Nachfrage ist ungebrochen. Kanäle wie Facebook, Instagram und Co. setzen mehr denn je auf Bewegtbildinhalte.

Kein Wunder: Videos sind meist der Schlüssel zu mehr Aufmerksamkeit. Ein User, der sich ein Video anschaut, bleibt länger auf der Plattform hängen. Das bedeutet mehr Kontaktpunkte und Informationen über den Nutzer. Daneben schaffen gute Videos eine gewisse Bindung zum Unternehmen. Um nur ein paar Vorteile zu nennen …

Doch wie muss ein Video aufbereitet sein, damit es auf den sozialen Medien funktioniert? Und worin liegt der Unterschied zwischen Videos auf Webseiten und Social Media? Wir wollten es genauer wissen und haben einen befragt, der es wissen muss: Robin Reger, Campaign Manager und Social Media Experte bei elements über Video-Content in den Sozialen Medien.

Frage 1: Der Video-Upload auf Social Media ist in den letzten Jahren rasant angestiegen. Jede Minute werden knapp 400 Stunden Bewegtbild hochgeladen. Und die Nachfrage wächst stetig – warum?

Robin: Bewegtbilder lassen Storytelling auf eine andere Art zu. Wie sagt man so schön: Bilder sagen mehr als 1.000 Worte. Aber ein Video sagt mehr als 100 Bilder …

Außerdem wird die Produktion von Videos immer leistbarer. Verglichen mit den frühen 2000ern kann man heute bereits mit einem kleinen Budget große Effekte erzielen. Apps von Google und Facebook erleichtern die Aufbereitung zusätzlich.

Ein weiterer Aspekt ist, dass die Reichweite von YouTube noch immer stetig wächst. In der Gruppe der 18 bis 44-jährigen liegt der Kanal mit großem Abstand auf Platz 1! Auf Facebook lässt sich ein ähnlicher Trend ablesen: Die Videoreichweite ist höher als die aller anderen Inhalte. Das liegt vor allem daran, dass Videoinhalte mehr Interaktionen hervorrufen und Facebook diesen Trend unterstützt – mit neuen Tools und einem überarbeiteten Algorithmus.

Frage 2: Ist das alles nur ein kurzer Hype oder glaubst du, dass Video-Content auch in Zukunft interessant sein wird?

Robin: Ich vermute, dass der Trend anhalten wird und sich sogar noch weiter verstärkt. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, bis die großen Social-Media-Plattformen etwas anderes sagen.

Facebook hat beispielsweise vor kurzem das Video Creation Kit gelauncht. Ein Tool, das mit einem Template arbeitet. Damit lassen sich aus einzelnen Bildern ganz leicht einfache Videos erstellen.

Frage 3: Wie muss ein Video aufbereitet sein, damit es in den Sozialen Medien funktioniert?

Robin: Man muss in jedem Fall bedenken, dass die Aufmerksamkeitsspanne von Videos in den Sozialen Medien gegengleich zu klassischen Medien verläuft. Daher sollte man mit einem Aufhänger oder Überraschungsmoment starten. Wenn man die Aufmerksamkeit des Users hat, kann man anfangen, Informationen zu streuen. An sich sollte die Spannung aber bis zum Schluss aufrechterhalten werden.

5 Tipps für ein erfolgreiches Video auf Social Media

  1. Hebe dich von der Masse ab! 400 Stunden Bewegtbilder, die im Netz pro Minute hochgeladen werden – da zählt Klasse! Produziere möglichst hochwertige Videos und welche, die Emotionen hervorrufen. Sie bleiben länger im Kopf …
  2. Relevanz statt Abklatsch! Wer sind deine User? Welche Bedürfnisse haben sie? Was wollen sie sehen? Und bietet ihnen der Inhalt Mehrwert? Stelle dir vorab all diese Fragen. Denn nur so kannst du verhindern, dass dein Video im Sumpf der Bedeutungslosigkeit versinkt.
  3. SEO-optimiert! Google liebt Videocontent und rankt es auch entsprechend. Eine gute Videobeschreibung, ein ansprechender Titel inklusive Keywords und natürlich sinnvoller Inhalt sind entscheidende Ranking-Faktoren!
  4. Mobile First! Immer mehr Inhalte werden über das Smartphone konsumiert. Daher ist es wichtig, dass du deine Videos auch für die mobile Nutzung optimierst. Schau, dass deine Texte gut lesbar und auch die kleinsten Details im Video zu erkennen sind.
  5. Mach auf dich aufmerksam! Verweise auf deine Webseite, indem du den entsprechenden Link unter deinem Video einbindest. So werden die Klickzahlen auch auf deiner Webseite angekurbelt und du gewinnst vielleicht mögliche Kunden …

 

Frage 4: Und wie schaut es mit der Interaktion aus?

Robin: Der „Call To Action“ (CTA) ist im Video recht wichtig, aber mehr eine Frage des Testens. Es gibt solche und solche User. Deswegen geben uns immer mehr Marketing-Plattformen die Möglichkeit, CTAs dynamisch zu gestalten.

Generell ist Interaktivität in Videos nur bedingt umsetzbar. Beispiel ist der klassische Vlog, bei dem der User von Testimonials zum Kommentieren aufgefordert werden. Technisch ist da leider sonst wenig zu machen. Auch weil nicht jedes Video geeignet ist, Interaktionen hervorzurufen.

Frage 5: Worin liegt der Unterschied in der Video-Aufbereitung für Webseiten, Youtube, Facebook und Instagram?

Robin: Ganz eindeutig im Format. Bei Social Media gilt 1:1 oder, wenn möglich, 9:16. Auf Websites oder YouTube ist das bevorzugte Format noch immer 16:9.

Aber auch die Videolänge ist entscheidend. Auf Facebook beträgt die optimale Länge von Videos 15 Sekunden. Jedoch ist allgemein festzustellen, dass die Aufmerksamkeitsspanne der User immer kürzer wird. Nicht umsonst hat YouTube mit den Bumper Ads ein Werbeformat kreiert, das gerade einmal ein sechs Sekunden Video zulässt.

Nicht zu vernachlässigen ist der Ton! Auf Instagram werden im Newsfeed über 50 Prozent aller Inhalte ohne Ton konsumiert. Im Gegensatz dazu werden Instagram Stories fast zu 2/3 mit Ton abgespielt.

Beim Aufbau der Videos sollte man den unterschiedlichen Kontext beachten. Ein User, der bereits auf der Website ist, zeigt tendenziell mehr Interesse an den Leistungen und kann dementsprechend anders an Inhalte herangeführt werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass er auch längere Inhalte konsumiert, ist auf der Website oder einer organischen Suche auf YouTube ungleich höher als bei einer Werbung auf Facebook oder YouTube.

Das wichtigste ist, den Video-Content immer im Kontext der gesamten Unternehmens- und Social Media Strategie zu produzieren. Denn es ist so wie bei vielen Dingen: Besser den Einsatz vorab genau durchdenken, bevor die Bewegtbilder hinterher im großen Video-Meer versinken …

Robin Reger im Kurzportrait

Robin Reger hat ein Studium in Sport-, Kultur- und Eventmanagement an der FH Kufstein absolviert. Er war bei mehreren Unternehmen und Veranstaltern im deutschsprachigen Raum u.a. für Social Media Management verantwortlich. Bei elements hat er sich voll und ganz dem YouTube, Social Media- & Facebook-Advertising verschrieben.

 

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