Social Media im Generationenvergleich

Was passiert, wenn sich Jung und Alt in den sozialen Netzwerken tummeln

Autor
Christina Heekeren-Thür
Content Redakteur

Bestimmt kennst du – oder dein bester Freund – folgende Situation: Deine Mutter teilt unzählige Beiträge zu Weltverbesserungsthemen, während deine Oma Dackelfotos liked. Obendrauf gibt’s dann noch private Statements in den Kommentaren unter deinen Fotos …

Du bist mittendrin und fragst dich: Echt jetzt?! Verhält sich deine Familie im sozialen Netz wirklich so? Die Antwort lautet ja! Denn so unterschiedlich wie Geschmäcker ist auch das Online-Nutzungsverhalten der Generationen X, Y, Z und 50+. Du wirst sehen …

Die Generation Z

Die Generation Z ist mit Social Media aufgewachsen und eigentlich immer und überall (mobil) online. Ein Leben ohne Apps, Social Media, Cloud & Co.? No Way!

Wirft man einen Blick auf die täglichen Zugriffszahlen der Generation Z, steht fest: YouTube liegt ganz klar vor Facebook. Auf dem dritten Platz folgt Instagram vor Snapchat. Warum das so ist? Die Video-Plattform nützen User vermehrt auch als Suchmaschine oder Fernseh-Ersatz. Und gesucht wird ständig etwas – sei es ein Tutorial für Photoshop oder Make-up-Tipps von Bloggern.

Aber bitte keinen zu langen Content für die Generation Z bereitstellen! Die Aufmerksamkeitsspanne ist ku ….

„Hey, it’s me!“

Die Generation Z will eines ganz besonders: sich selbst darstellen. Individualismus, materielle Werte, Karriere, Business und Statussymbole sind ihr im wahren Leben besonders wichtig. Und das zeigt sie auch in den sozialen Netzwerken. Das A bis Z der Selbstinszenierung beherrscht diese Generation perfekt. Ziel dabei: Anerkennung, Anerkennung, Anerkennung!

Trotzdem: Die Zs sind nicht zu unterschätzen! Sie sind ehrgeizig. Selbstdarstellung funktioniert schließlich besser, wenn man schon was erreicht hat. Außerdem denken sie globaler als die vorangehenden Generationen, denn online fühlt sich die ganze Welt soooo nah an.

In diesen sozialen Netzwerken erreichst du die Generation Z:

  • YouTube
  • Instagram-Stories
  • Snapchat

Kurz: Die Teens stehen auf visuellen Content!

Die Generation Y

Ihre Angehörigen sind zwar Digital Natives – also in der digitalen Welt aufgewachsen –, als Social Media massentauglich wurde, waren sie aber schon Teenager oder bereits im Studium. Wöchentlich verbringen sie rund 6,5 Stunden auf Facebook & Co. Im Ranking der täglich besuchten Netzwerke steht Facebook bei ihrer Altersklasse an oberster Stelle, YouTube belegt den zweiten Platz und Instagram landet auf Rang drei.

Was die Millennials im (Arbeits-)Leben wollen? Glücklich werden! Ihr Credo: Warum in die Arbeit stürzen, wenn man auch mit Teilzeitjobs oder flexiblen Arbeitsverhältnissen gut über die Runden kommt?

Ständig auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, werden sie oft auch als Generation „Why“ bezeichnet. Im Studium entscheidet sich diese Altersgruppe übrigens gerne für Geistes- und Sozialwissenschaften. Na, erkennst du dich wieder?

Reisefotos, Sport- oder Naturbilder, glanzvoller Lifestyle und gesundes Essen

Stichworte, die wir mit Postings dieser Generation verbinden. Klingt nach genau den Bloggern, denen du folgst? Kein Wunder, denn zahlreiche Influencer stammen aus dieser Generation.

Das Leben ist zu kurz für schlechten Content! Genau darum überlegen sich die Millennials meist genau, was und warum sie etwas posten. Qualität geht vor Quantität. Da sie häufig Job wechseln, veröffentlichen sie auch nur, was der Arbeitgeber sehen darf. Sturzbetrunkene Partyfotos? Markierung nicht akzeptiert!

In diesen sozialen Netzwerken erreichst du die Generation Y:

  • Auf Facebook mit News und Infos zu Marken, die sie bereits überzeugt haben.
  • Auf Pinterest, wenn es um Produktinfos geht.
  • Auf Instagram lässt sich Generation Y gerne visuell inspirieren.

Die Generation X

Dieser Generation geht es vor allem um eines: Wissen. Denn Wissen bedeutet Macht. Und so ein bisschen Macht hat doch jeder gerne, oder? Die Xs wollen ständig dazulernen. Ihr Motto: „Genieße das Leben solange du noch jung bist.“

Sie verbringen pro Woche knapp sieben Stunden in sozialen Netzwerken. Das ist mehr Zeit, als die Generation Y für Social Media aufwendet! Facebook liegt bei ihren Lieblingsnetzwerken eindeutig auf Platz eins. Gefolgt von YouTube und weit dahinter erst Instagram. Interessant: "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" ist nicht unbedingt ihr Leitsatz. Sie teilen sich gerne in Worten mit.

Die Generation X beweist:

Mit zunehmendem Alter wird öfter „geshared“. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Altersgruppe deinen Beitrag liest und ihn auch noch teilt, ist viel höher als bei Generation Y. Die Xs möchten mit dem geteilten Content vor allem Freunde emotional berühren oder unterhalten.

In diesen sozialen Netzwerken erreichst du die Generation X:

  • Facebook
  • Pinterest
  • Xing und LinkedIn
  • Twitter

Interessant: Diese Generation liebt langen, ausführlichen Content.

Social Media und die Babyboomer-Generation

Die Anzahl an Senioren oder Digital Immigrants im Web 2.0 nimmt zu: Fast ein Viertel der Facebook-Nutzer geht auf das Konto dieser Generation. Pro Woche verbringen die Babyboomers rund fünf Stunden im sozialen Netz.

Menschen dieser Altersgruppe verbinden sich über die sozialen Netzwerke gerne mit der Familie. Denn oft können Sie nur so über das Leben ihrer Kinder und Enkel am Laufenden bleiben.

Generation 50+

Ein weiterer Grund, dass sich die Generation 50+ gerne im sozialen Netz tummelt, ist die Einsamkeit. Auf Facebook & Co. können sie rund um die Uhr mit anderen Menschen kommunizieren. Gleichgesinnte lernt man online ebenso viel leichter kennen als über Zeitungsannoncen à la „Männlich, 60, sucht Frau für tiefgehende Unterhaltungen …“.

Was im sozialen Netz passiert, bleibt auch im sozialen Netz! Anders als die Generationen X, Y und Z ist Social Media außerhalb von Facebook & Co. für die Generation 50+ kein Thema. Sie spricht kaum darüber, was sie auf Facebook gesehen oder getan hat.

 

In diesen sozialen Netzwerken erreichst du die Generation 50+:

  • Facebook
  • Pinterest

Tipp: Wer die Babyboomers für sich gewinnen will, verzichtet auf englische Begriffe. Sachlicher Inhalt und gezielte Werbung sprechen sie an.

Du siehst: Jede Generation hat ihre eigenen Nutzungsweisen im Social Web. Welcher Generation gehörst du an? Und: Erkennst du dich wieder?

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