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Snack-Content versus ausführlicher Content

Die Formate richtig einsetzen.

Autor
Portrait von Susanne Esterbauer. | © punkt & komma
Susanne Esterbauer
Content-Marketer & Content Strategist

Und, was wünscht sich deine Zielgruppe?

Hast du dich selbst schon einmal beobachtet, wie lange du einem Artikel online eigentlich Aufmerksamkeit schenkst? Nein? Dann darfst du gespannt sein! Gleich mehrere Studien ergaben nämlich, dass die Aufmerksamkeitsspanne von Internetnutzern etwa acht Sekunden beträgt.

Zum Vergleich: Im Jahr 2000 waren es noch mehr als 12 Sekunden. Und: Die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfisches beträgt mehr als acht Sekunden. Autsch!

Auch wenn wir laut einer Studie von Microsoft rund 253-mal auf unser Smartphone schauen, selektieren wir genau. Die Aufmerksamkeit richtet sich ausschließlich auf Inhalte, die relevant erscheinen. Unwichtiges wird gefiltert und ausgeblendet – wenn das nicht schon der Newsfeed übernimmt – und das ist auch gut so. Wäre das nicht der Fall, würden wir mit all den Inhalten wohl sehr schnell sehr überfordert sein.

Wie und vor allem wie schnell schafft man es nun, die Aufmerksamkeit der Leser:innen auf die Inhalte der eigenen Website zu lenken?

Ein Richtwert: Maximal 55 Prozent der Website-Besucher:innen verbringen mehr als 15 Sekunden auf deiner Website. Nicht wirklich viel oder? Und genau deshalb kommt es auf den richtigen Content an.

Content ist King! Egal, wie …

Was ist aber jetzt der richtige Content? Eines ist klar, Inhalt ist nicht gleich Inhalt – hier gibt es gravierende Unterschiede. Allein schon in der Länge, deshalb starten wir heute ein kleines Battle zwischen langem Content und Snack-Content
Snack-Content ist längst im Content-Marketing angekommen aber noch lange kein Schnee von gestern. Ganz im Gegenteil, auch heute ist der Häppchen-Content noch in aller Munde.

Zum Snack-Content zählen Inhalte, die sich einfach und ohne große kognitive Anstrengungen konsumieren lassen. Zu Hause ist das Content-Format vorwiegend in den Social Networks, also genau dort, wo die User gern mit dem Smartphone zugreifen.

Warum Snack-Content alles andere als ein Klischee ist und vor allem bei Millenials beliebt ist haben wir bereits in einem Magazin-Beitrag erläutert. Nun aber wieder zurück zu unserem Battle: ausführlicher Content vs. Snack-Content.

Mitarbeiterin hält einen Block hoch. | © punkt & komma
Ausführliche, tiefergehende Informationen

Langer Content: inspirierend und SEO-relevant

Wenn wir uns über etwas informieren oder inspirieren lassen wollen, ist eigentlich klar, dass wir langen Content bevorzugen. Denn auch, wenn ein kurzer Satz über einem Urlaubsbild echt inspirierend sein kann, werden wir wohl kaum gleich buchen, ohne uns noch weitere Infos zusammenzusammeln.

Der Nutzen deiner Zielgruppe und deine Content-Strategie stehen bei ganzheitlichem Content deshalb immer im Vordergrund. Denn klar formulierte und prägnante Texte sind im Content-Marketing das Um und Auf: ob bei Webtexten, die online gut performen sollen, bei Blogbeiträgen, die deine Leser:innen inspirieren oder bei Magazintexten.

Zudem sind webkonforme Texte höchst SEO-relevant. Und schließlich sollen deine schönen Worte und Produkte im Web doch auch gefunden werden, oder?

Aber Achtung: Text wird zwar nie aus der Mode kommen, aber es kommt selbstverständlich auch auf die Plattform an. Auf Instagram oder anderen Social-Media-Kanälen will nämlich niemand – wirklich niemand – zeilenlange Texte lesen. Dort gilt: In der Kürze liegt die Würze.

Mitarbeiterin sitzt am Ihrem Schreibtisch und schreibt einen Text. | © punkt & komma
Perfekt für Social Media

Snack-Content: kurz und knackig

Jetzt mal ehrlich: Gut durchdachter Snack-Content bringt zum Schmunzeln und Lachen. Und er schafft es in Sekundenschnelle, deine Aufmerksamkeit zu gewinnen. Kurz gesagt: Er erzeugt Emotionen. Gut eingesetzt, erzielt er besonders auf Social-Media-Kanälen eine hohe Reichweite.

Das Gute an Snack-Content? Er muss alles andere als professionell sein. Wir wiederholen uns zwar, wenn wir sagen, dass genialer Snack-Content frech, frisch und witzig sein muss. Aber es ist nun einmal so. Wusstest du zum Beispiel, dass auch Memes zu Snack-Content zählen?

Praktisch: Für die Erstellung kannst du auch bereits bestehendes Video- und Bildmaterial verwenden. Besonders wichtig ist, dass du auf die Formatvorgaben von Facebook, Instagram und Co. achtest. Nur dann stellst du sicher, dass deine Stories, Reels, Memes und so weiter auf allen Geräten optimal angezeigt werden.

Nichtsdestotrotz musst du dir auch beim Snack-Content deine Zielgruppe und Content-Strategie vor Augen halten. Schließlich möchtest du ja nicht, dass dein genialer Snack-Content schnurstracks an deiner Zielgruppe vorbeischießt, oder?

Tipp: Schnapp dir für die Erstellung des snackable Content deine Persona. Dadurch stellst du sicher, dass die kurzen Inhalte auch den Geschmack deiner Zielgruppe treffen.

Mitarbeiterinnen stehen um einen Schreibtisch. | © punkt & komma

Snack-Content und Suchmaschinenopimierung

Kommt dein Snack-Content gut bei deiner Zielgruppe an und geht vielleicht sogar viral, dann hast du doppelt Grund zur Freude. Einerseits erreichst du Nutzer:innen auf emotionaler Ebene. Andererseits zahlen der erzielte Traffic und die Interaktionen als Social Signals in die Bewertung von Google mit ein.

Einen Schritt weiter gedacht kannst du Snack-Content auch als Teaser für deine Top-Beiträge verwenden. So erhalten Blogbeiträge oder Landingpages neue Traffic-Quellen, was sich wiederum positiv auf das Google-Ranking auswirken kann.

Mitarbeiter hält ein Smartphone in der Hand. | © punkt & komma

Die Vorteile von Snack-Content noch einmal kurz zusammengefasst:

  • Wahrnehmung: Gut aufbereiteter Snack-Content ist weniger aufdringlich als herkömmliche Werbung.
  • Reichweite: Die kleinen Content-Häppchen für zwischendurch sind echte Reichweiten-Kings.
  • Aufmerksamkeit: Snack-Content erregt Aufmerksamkeit. Und zwar in Sekundenschnelle.
  • Engagement: Ein witziges GIF wird schnell geliked, mit Freunden geteilt oder kommentiert.
  • Herstellung: Guter Snack-Content muss nicht professionell sein. Er soll witzig sein und deine Zielgruppe zum Lachen animieren.
Eine schwarze Tasche mit weißer Aufschrift hängt über einem Stuhl. | © punkt & komma

Zielgruppengerechten Snack-Content servieren

Du weißt nicht so recht, wie du deine Content-Häppchen appetitanregend aufbereitest? Wir unterstützen dich gerne dabei!

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