Strategie & Konzeption
Content Redaktion & Webtext

Snack-Content versus ausführlicher Content

Und, was wünscht sich deine Zielgruppe?

Autor
Portrait von Susanne Esterbauer. | © punkt & komma
Susanne Esterbauer
Content Marketer

Habt ihr euch selbst schon einmal beobachtet, wie lange ihr einem Artikel online eigentlich eure Aufmerksamkeit schenkt? Nein? Dann dürft ihr gespannt sein! Gleich mehrere Studien ergaben nämlich, dass die Aufmerksamkeitsspanne von Internetnutzern etwa acht Sekunden beträgt. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 waren es noch mehr als 12 Sekunden. Und: Die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfisches beträgt mehr als acht Sekunden. Autsch!

Wir selektieren und schenken unsere Aufmerksamkeit nur Inhalten, die für uns relevant erscheinen. Unwichtiges wird gefiltert und ausgeblendet – wenn das nicht schon der Newsfeed für uns übernimmt – und das ist auch gut so. Würden wir das nicht tun, würden wir wohl sehr schnell sehr überfordert mit all den Inhalten sein.

Allein beim Aufrufen von Facebook werden uns unzählige Meldungen in den Newsfeed gespielt, noch mehr aber gefiltert. Übrigens: Ohne Facebooks EDGE-Rank wären es bei jedem Aufruf etwa 1.500 Fotos, Status-Updates etc., die wir sehen würden. Wer soll so viele Information verarbeiten? Wir bestimmt nicht! Deshalb kommt es auf den richtigen Content an.

Content ist King! Egal, wie …

Aber Inhalt ist nicht gleich Inhalt. Denn auch beim Content gibt es gravierende Unterschiede. Allein schon in der Länge, deshalb starten wir heute ein kleines Battle zwischen langem Content und Snack-Content. Was Snack-Content ist, haben wir euch ja bereits in einem früheren Magazinbeitrag verraten.

Nun aber wieder zurück zu unserem Battle: ausführlicher Content vs. Snack-Content

Ausführlicher Content

Wenn wir uns über etwas informieren oder inspirieren lassen wollen, ist eigentlich klar, dass wir langen Content bevorzugen. Denn auch, wenn ein kurzer Satz über einem Urlaubsbild echt inspirierend sein kann, werden wir wohl kaum gleich buchen, ohne uns noch weitere Infos zusammenzusammeln. Der Nutzen deiner Zielgruppe und deine Content-Strategie stehen bei ganzheitlichem Content deshalb immer im Vordergrund. Denn klar formulierte und prägnante Texte sind im Content-Marketing das Um und Auf: ob bei Webtexten, die online gut performen sollen, Blogbeiträgen, die deine Leser inspirieren oder bei Magazintexten. Zudem ist Text höchst SEO-relevant. Und schließlich sollen deine schönen Worte und Produkte im Web doch auch gefunden werden, oder?

Aber Achtung: Text wird zwar nie aus der Mode kommen, aber es kommt selbstverständlich auch auf die Plattform an. Auf Facebook oder anderen Social-Media-Kanälen will nämlich niemand – wirklich niemand – zeilenlange Texte lesen. Dort gilt: In der Kürze liegt die Würze.

Snack-Content

Sind wir uns ehrlich: Gut durchdachter Snack-Content bringt zum Schmunzeln und Lachen. Und er schafft es in Sekundenschnelle, unsere Aufmerksamkeit zu gewinnen. Kurz gesagt: Er erzeugt Emotionen. Gut eingesetzt, erzielt er besonders auf Social-Media-Kanälen eine hohe Reichweite. Das Gute an Snack-Content? Er muss alles andere als professionell sein. Wir wiederholen uns zwar, wenn wir sagen, dass genialer Snack-Content frech, frisch und witzig sein muss. Aber es ist nun einmal so.

Nichtsdestotrotz musst du dir auch beim Snack-Content deine Zielgruppe und Content-Strategie vor Augen halten. Schließlich möchtest du ja nicht, dass dein genialer Snack-Content schnurstracks an deiner Zielgruppe vorbeischießt, oder?

Insta-Account von punkt & komma am Handy, darunter liegt ein Block. | © punkt  & komma
Die Vorteile von Snack-Content noch einmal kurz zusammengefasst:
  • Reichweite: Die kleinen Content-Häppchen für zwischendurch sind echte Reichweiten-Kings.
  • Aufmerksamkeit: Snack-Content erregt Aufmerksamkeit. Und zwar in Sekundenschnelle.
  • Engagement: Ein witziges GIF wird schnell geliked, mit den Freunden geteilt oder kommentiert.
  • Herstellung: Guter Snack-Content muss nicht professionell sein. Er soll witzig sein und deine Zielgruppe zum Lachen animieren.

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