LinkedIn für dein Unternehmen

10 Handlungsempfehlungen für deinen Unternehmensauftritt

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Portrait von Christina Heekeren-Thür. | © punkt & komma
Christina Heekeren-Thür
Social-Media-Marketer

So viel ist klar: LinkedIn hat sich in den vergangenen Jahren zur absoluten Top-Plattform hinsichtlich der digitalen B2B-Kommmunikation entwickelt! Insgesamt rund 706 Millionen Nutzer weltweit und mehr als 15 Millionen im DACH-Raum zeugen vom Erfolg des sozialen Netzwerks. Höchste Zeit also, dass auch du das ganze Potenzial von LinkedIn für dein Unternehmen ausschöpfst und auf den neuesten Social-Media-Trend aufspringst. Worauf wartest du noch? Unternehmensprofil anlegen und loslegen!

Übrigens: Uns auf LinkedIn zu folgen, bietet dir neben aktuellen Branchen-News und Know-how exklusive Einblicke in die Agentur.

Warum LinkedIn für dein Unternehmen interessant ist

Das Wichtigste zuerst: Bevor du mit LinkedIn loslegst, mach dir Gedanken über deine Ziele! Wen und was willst du mit deinem Unternehmensauftritt erreichen? Möglichkeiten gibt es auf LinkedIn schließlich viele. Warum also willst du das Business-Netzwerk für den Unternehmensauftritt nutzen? Wir haben 5 Gründe für dich gesammelt:

  • Positionierung als Experte: Gerade wenn du dich als absoluter Profi in der Branche positionieren möchtest, bietet dir die Business-Plattform sehr gute Möglichkeiten.
  • Aufbau eines relevanten Netzwerks: Tritt mit relevanten Personen aus deiner Branche in Kontakt und baue ein reichweitenstarkes Netzwerk auf. Vor allem Entscheidungsträger sind oft auf LinkedIn vertreten. Die Plattform bietet so die ideale Möglichkeit zum Networking.
  • Generierung von Leads: Studien haben gezeigt, dass der durch LinkedIn generierte Traffic mitunter zur höchsten Besucher-zu-Lead-Conversion-Rate führt. Ein enormes Potenzial, das du nutzen solltest!
  • Steigerung von Bekanntheit und Reputation der Marke: Durch das regelmäßige Veröffentlichen und Teilen von Inhalten positionierst du dich mit deinem Unternehmen am Markt und kannst so deine Sichtbarkeit erhöhen. Zudem hat die Steigerung von Bekanntheit und Reputation auch positive Auswirkungen auf die Neukunden-Gewinnung.
  • Rekrutierung von Mitarbeitern: Neue Talente zu finden, ist für Unternehmen oft gar nicht so einfach. LinkedIn bietet dir die Möglichkeit, Eindruck bei potenziellen Bewerbern zu schinden und direkt mit ihnen in Kontakt zu treten.

Du siehst, gerade im B2B-Marketing ist LinkedIn die richtige Plattform für dich! Um alle Möglichkeiten voll auszuschöpfen und deine Ziele zu erreichen, solltest du allerdings deinen Unternehmensauftritt aktiv und professionell betreiben. Um dir den Einstieg zu erleichtern, haben wir für dich im nächsten Abschnitt 10 Handlungsempfehlungen zusammengestellt, die du unbedingt beherzigen solltest.

Kleiner Tipp vorab: Unternehmensseiten, bei denen alle Profilbereiche vollständig ausgefüllt sind, haben im Durchschnitt um 30 Prozent mehr Ansichten.

10 Handlungsempfehlungen für deinen LinkedIn-Unternehmensauftritt

1. Passendes & authentisches Wording

Auf LinkedIn verfolgen die User ein deutlich anderes Ziel als beispielsweise auf Facebook oder Instagram. Demnach brauchst du selbstverständlich auch ein anderes Wording als auf deinen restlichen Social-Media-Plattformen. Oberste Prämisse: Die Tonalität muss zu deiner Marke passen, möglichst authentisch, aber gleichzeitig seriös sein!

Wissenswertes: Bei Status-Updates sind bis zu 600 Zeichen möglich. Achtung! Nach 150 Zeichen erscheint der berühmte „Mehr anzeigen“-Button. Die wichtigsten Infos solltest du deshalb gleich in den Anfang deines Posts setzen!

2. Community aufbauen

Der Aufbau einer Community ist nicht immer einfach. Wenn du allerdings mit deinem Unternehmen auf LinkedIn Erfolg haben möchtest, darfst du diesen Punkt auf gar keinen Fall außer Acht lassen. Like, teile und kommentiere interessante Beiträge von anderen, um auf dich aufmerksam zu machen. Grundvoraussetzung ist dafür allerdings eine professionell geführte Unternehmensseite. Nur so schaffst du bei den Usern Vertrauen!

Nicht vergessen: Zeige die Vision deines Unternehmens und sei so authentisch wie möglich!

© Gerd Altmann from Pixabay

3. Mitarbeiter einbeziehen

Gerade zu Beginn sind Kollegen und Mitarbeiter die wichtigste Ressource, um auf LinkedIn eine Community aufzubauen. Vernetzen sich alle Mitarbeiter mit der Unternehmensseite, erschließen sich daraus weitere Netzwerke, die sich positiv auf das Unternehmensprofil auswirken können. Deshalb ist es wichtig, die eigenen Mitarbeiter zu animieren, ihre Position im Unternehmen auf ihrem LinkedIn-Profil anzugeben. Noch besser: sie im nächsten Schritt dazu zu motivieren, Beiträge in ihrem Netzwerk zu teilen! Außerdem solltest du darüber nachdenken, Mitarbeiter aktiv in Postings der Unternehmensseite zu verlinken!

Schon gewusst? Von Mitarbeitern gepostete Inhalte werden Studien zufolge häufiger als glaubwürdig eingeschätzt! 

4. Relevante Inhalte veröffentlichen

Aktive Mitarbeiter, aber langweilige Inhalte? So viel ist klar: Ist der Content für deine Zielgruppe nicht relevant, wird sich die Aufmerksamkeit anderer Mitglieder im Sand verlaufen! Ziel ist es also, interessante Inhalte mit Relevanz und Mehrwert für deine User zu schaffen! Dies kann alles sein, von Blogartikeln über Produktinformationen bis hin zu Branchennews & Trends. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Wichtig! Blogposts und News von externen Quellen, die einen Mehrwert liefern, können zwischendurch ebenfalls geteilt werden.

5. Postings strategisch planen

Ohne Plan kein Ziel! Deswegen solltest du auch auf LinkedIn unbedingt mit einem Redaktionsplan arbeiten! So hast du deine Postings immer im Blick und weißt genau, wann welche Inhalte veröffentlicht werden. Besonders wichtig: die Regelmäßigkeit! Je mehr du postet, desto besser! Achte dabei aber immer auf die Qualität der Postings.

Zudem solltest du einen Mix aus unterschiedlichen Postingarten in der Redaktion berücksichtigen. Statistiken zeigen, dass Posts, die ein Bild enthalten, 98 Prozent mehr Kommentare erzielen. Aber auch Videos sind auf LinkedIn eine geeignete Möglichkeit, um Interaktionen zu generieren.

Übrigens: Der beste Posting-Zeitpunkt ist morgens beim ersten Kaffee (07:30 – 08:30), mittags beim Business-Lunch (12:00) oder am späten Nachmittag kurz vor Feierabend (17:00 – 18:00). Einzige Ausnahme: Freitagnachmittag, denn da sind viele schon im Wochenende!

6. Community Management

Wie in jedem sozialen Netzwerk sollte auch auf LinkedIn das Community Management nicht zu kurz kommen. Als Unternehmen kann man auf LinkedIn kommentieren, taggen oder teilen! Wichtig dabei: Sei empathisch und gehe auf die Fragen der Community ein! Achte auf eine schnelle Reaktionszeit und versuche, in Dialog mit deinen Followern zu treten.

Tipp am Rande: Passe den CTA-Button auf der Unternehmensseite an!

 7. Hashtags

Keine Frage! Hashtags sind auch auf LinkedIn nicht außer Acht zu lassen. Gerne können sie bereits in den Fließtext eingebunden werden. Insgesamt solltest du mindestens drei Hashtags pro Posting verwenden. Zusätzlich empfiehlt es sich, relevante Hashtags zu überwachen und sich in weiterer Folge in Fachdiskussionen einzubringen. Unternehmen können drei Hashtags abonnieren.

8. LinkedIn-Gruppen

Um den eigenen Expertenstatus auszubauen, empfiehlt es sich, in LinkedIn-Gruppen aktiv zu werden. Die Mitglieder einer Gruppe haben in der Regel ähnliche Interessen. Gruppen bieten somit eine ideale Plattform, um sich zu verschiedenen Themen auszutauschen sowie Fragen zu stellen und sie zu beantworten. Wichtig: Derzeit können nur Privatpersonen in Gruppen aktiv werden. Allerdings kannst du als Unternehmen eine Gruppe erstellen. Die unterstreicht einmal mehr deinen Expertenstatus!

9. LinkedIn-Anzeigen einbinden

Natürlich gibt es auch auf LinkedIn die Möglichkeit, deine Beiträge zu targeten. Du kannst unter anderem nach Beruf, Branche, Unternehmen, Fähigkeiten und Interessen filtern. Damit kannst du deine LinkedIn-Anzeigen zum Beispiel ausschließlich für Personen ausspielen, die in deiner Branche tätig sind. Neben Sponsored Content gibt es weitere Werbelösungen, wie Text Ads und Sponsored InMails, mit denen du deine Ziele erreichen kannst.

10. Den LinkedIn-Algorithmus verstehen

Um LinkedIn wirklich zu verstehen, werfen wir abschließend einen Blick auf den Algorithmus der Plattform! Es ist schließlich kein Geheimnis, wie LinkedIn den Content auf der Plattform bewertet.

  • Zunächst sieht sich ein Bot den Content an und bewertet ihn als Spam, als Content von geringer Qualität oder als freigegebenen Content. Was das bedeutet? Ganz klar: Qualitativ hochwertige Inhalte gewinnen. Du willst schließlich, dass dein Content als freigegeben eingestuft wird.
  • Erzielt dein Beitrag Likes oder wird er sogar geteilt? Sehr gut. Denn die Interaktionen haben ebenfalls Auswirkungen auf den Algorithmus der Plattform.
  • Der Bot untersucht den Beitrag anschließend auf weitere Anzeichen für Spam und prüft seine Glaubwürdigkeit und die Qualität des jeweiligen Profils.
  • Abschließend wird der Content von echten Redakteuren kontrolliert. Sie entscheiden, ob er weiterhin angezeigt oder sogar verstärkt angezeigt werden soll!

Mit diesem Hintergrundwissen kannst du auf LinkedIn ganz einfach mit deinem Unternehmen durchstarten. Du hast noch Fragen oder brauchst Hilfe bei der Festlegung der Strategie? Das punkt-&-komma-Team ist für dich da!

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