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Krisenkommunikation in Zeiten von Corona

Warum Content-Marketing gerade in der Krise so wichtig ist

Autor
Portrait von Cornelia Maier. | © punkt & komma
Cornelia Maier
Head of Content Marketing & Content Conceptionist

Was für eine Überschrift, oder? Vielleicht überlegst du dir gerade, wie diese beiden Themen zusammenpassen: die aktuellen Entwicklungen des Coronavirus und Content-Marketing. Ein großer Themensprung? Nein, überhaupt nicht. Denn gerade jetzt ist es für Content-Marketer wichtig, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und das schnell!

Wir haben uns in den letzten Tagen intensiv damit beschäftigt, das Content- und Social-Media-Marketing unserer Kunden an die aktuelle Situation anzupassen. Dabei kommt man nicht umhin, zu beobachten, wie derzeit Content-Marketing gehandhabt wird. Manche Unternehmen haben klarerweise Angst und legen den Lockdown auf die eigenen Marketing-Aktivitäten um: Sie frieren jegliche Kommunikation ein. Andere Brands erkennen ihre Chance und schlagen die Werbetrommel umso fester. Wie du dir denken kannst, ist keiner der beiden Wege ideal. Es geht, wie immer, um ein gesundes Mittelmaß. 

Darum zeigen wir dir heute, welchen Weg du als Content-Marketer in Zeiten von Corona gehen solltest. Denn eines steht fest: Es gibt ein Leben danach!

Stoppt den Content-Lockdown:

Keine Reaktion ist auch eine Reaktion!

Ein Social-Media- oder Content-Freeze ist keine Seltenheit in der aktuelle Corona-Krise. Firmen tendieren dazu, die Kommunikation online ganz einzustellen. Vielleicht aus Angst, vielleicht aber auch aufgrund falscher Prioritätensetzung. Dabei hat der Philosoph und Psychoanalytiker Paul Watzlawick vor langer Zeit schon richtig festgestellt: Man kann nicht nicht kommunizieren! Also alles, was du jetzt gerade nicht sagst, ist auch eine Message an deine Kunden. 

© cottonbro from Pexels
Besser:

An die Situation angepasster Content

Natürlich macht es aktuell keinen Sinn, so weiterzumachen wie bisher. Deine Inhalte, ihre Frequenz und vielleicht sogar die Kanäle  sollten überdacht und angepasst werden. Aktuell ist während der Corona-Pandemie zum Beispiel ein Anstieg der Nutzeraktivitäten in Social Media und auf YouTube zu erkennen! 

Wie sieht „Corona-Content“ nun aus?

  • Der mutige Weg: Corona zum Thema machen. Die Schnittpunkte der Krise mit deinen Produkten oder Leistungen in Verbindung bringen und nützlichen, hilfreichen oder sogar humorvollen Content liefern. Beispiel: Ein Radhersteller kann nun Tipps dafür geben, wie man sich in der Quarantäne Indoor auf die Radsaison vorbereitet.
  • Der zurückhaltende Weg: Corona-Thematik umshiften, Aktivitäten leicht (!) zügeln und sensible Themen für später reservieren. Dies ist sozusagen die „Save card“ für Content-Marketer. Beispiel: Eine Tourismusdestination veröffentlich anstatt vier Instagram-Posts nur drei und wartet mit der Angebotskommunikation die nächsten Wochen ab.

Wichtig: Es gibt bei einer Entscheidung für einen Weg kein richtig und kein falsch. Falsch ist nur ein kompletter Stopp in der Kommunikation.

Gerade jetzt sehnen sich Menschen nach Ablenkung. Überleg dir: Wie kann ich meine Kunden zum Lachen bringen? Was bringt sie jetzt weiter? Welche Fragen stellen sie sich? Und biete ihnen die passenden Antworten dazu. 

Sales is fail

Jetzt aggressiv verkaufen bringt nichts

Außer du verkaufst Klopapier oder Nudeln.

Scherz beiseite: Conversions sinken zu Krisenzeiten und sind auch jetzt bereits rückläufig. Man möchte glauben, dass Onlineshops gerade die besten Verkaufszahlen des Jahrhunderts erleben. Das täuscht jedoch oder ist nur von kurzer Dauer. In Krisenzeiten sitzt die Geldbörse niemals locker. Nun verstärkt online auf verkaufsfördernde Marketing-Maßnahmen zu setzen ist nicht nur sinnlos investiertes Geld, sondern kann im schlimmsten Fall negative Einflüsse auf die Marke haben.

© Vlada Karpovich from Pexels
Besser:

Customer Journey während Corona anpassen

Wir alle kennen und lieben das Modell der Customer Journey – und das hat auch trotz COVID-19 noch immer seine Gültigkeit:

  1. Awareness
  2. Consideration
  3. Purchase
  4. Retention
  5. Advocacy

Während Zeiten mit geringerer Kaufwahrscheinlichkeit gilt: Baue Content für die Phasen davor und danach auf! 

Trust ist das Zauberwort der Stunde. Marken, die es jetzt schaffen, Vertrauen bei ihren (potenziellen) Kunden aufzubauen, haben langfristig gewonnen. Das passiert bei Neukunden in der Awareness-Phase, aber auch bei Bestandskunden in der Advocacy-Phase.

Last but not least:

Nütze die Lage rund um den Coronavirus nicht aus

Das sollte eigentlich für alle Content-Marketer selbstverständlich sein. Dennoch fällt aufmerksamen Beobachtern auf, dass manche Marketer versuchen, Angst in bares Geld zu verwandeln. Wir reden hier nicht vom lustigen Klopapier-Meme, sondern Methoden wie Produktknappheit und Zeitdruck. Das hat nichts mit Marketing zu tun und hat gerade jetzt im Content-Marketing nichts zu suchen. Punkt.

„Content Marketing is a commitment, not a Campaign“, gilt jetzt mehr denn je! Besinne dich daher wieder auf die Wurzeln guten Contents, versetze dich in die Lage deiner Personas und biete ihnen richtig gute Inhalte. 

Für weitere Tipps rund um Content-Marketing während der Corona-Krise, folge am besten punkt & komma auf Instagram! Hast du konkrete Fragen oder möchtest Unterstützung? Unsere Content-Helden sind auch in ihren geheimen Homeoffices für dich da!

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