Strategie & Konzeption

Der Elevator Pitch

Wie du in nur 30 Sekunden überzeugst!

Autor
Portrait von Cornelia Maier. | © punkt & komma
Cornelia Maier
Head of Content Marketing

Wer kennt das nicht: Du bereitest dich perfekt auf ein wichtiges Geschäftsgespräch vor, lernst alle Fakten über das andere Unternehmen und glaubst, dich kann nichts aus dem Konzept bringen. 

Doch dann kommen sie, diese kleinen Fragen, die dich zum Stottern bringen: „Was macht deine Leistung so besonders? Was hebt dein Produkt von anderen ab?“ Dir fehlen die Worte. Du weißt natürlich, wieso dein Produkt so einzigartig ist, doch wiedergeben scheint gerade unmöglich. 

Damit dir das nicht (wieder) passiert, solltest du beim nächsten Mal einen einfachen Trick anwenden! Überlege dir vorher einen Elevator Pitch

... Elevator was?

Der Elevator Pitch – oder auch „Aufzugspräsentation“ genannt – ist ein Weg, deine Idee, deine Marke oder dein Produkt überzeugend vorzustellen. Der Grundgedanke: Die Idee sollte innerhalb einer Liftfahrt – also in rund 30 Sekunden – präsentiert werden können. 

Coaching durch punkt & komma. | © punkt & komma

So wird der Elevator Pitch ein Erfolg!

Orientiere dich für den Elevator Pitch an deinem Businessplan, der enthält ja bereits alle wesentlichen Elemente des Unternehmens. Picke die wichtigsten Elemente heraus und verpacke diese ansprechend für deinen Zuhörer.

Vielleicht fragst du dich jetzt: „Wie stelle ich das am besten an? Ich habe doch so viel zu sagen!“ 

Versuche es doch mit der AIDA-Formel. Sie beinhaltet alle wichtigen Punkte, die auch ein Elevator Pitch erfüllen soll:

  • A wie Attention: Schon die ersten Sekunden entscheiden, ob dein Pitch die Aufmerksamkeit der Zuhörer erlangt. Überlege dir eine außergewöhnliche Frage, beeindruckende Fakten oder eine kurze humorvolle Geschichte, die dein Gegenüber zum Lachen bringt. Solange du professionell bleibst, sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt.
  • I wie Interest: Du hast die Aufmerksamkeit deines Gesprächspartners? Sehr gut. Jetzt gilt es die wichtigsten Fakten im Pitch kurz und knackig zusammenzufassen. 
  • D wie Desire: Während des Pitches solltest du das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren, es geht ums Geschäft! Wecke also im Zuhörer das Verlangen, genau bei deinem Geschäftsmodell anzubeißen.
  • A wie Action: Zeig deine Motivation, deine Begeisterung und die nächsten Schritte für das Projekt! Damit wird deinem Gesprächspartner bewusst, wieso gerade diese Idee so erfolgreich ist.

 

Wichtig: Geh beim Elevator Pitch nicht zu sehr ins Detail. Ziel des Pitchs ist es immer, ein Folgegespräch zu führen. Dort hast du Zeit, auch die Details deiner Idee zu präsentieren. 

Die Idee ist Silber, sprechen ist Gold

Nicht nur das Konzept ist wichtig. Achte auch auf deinen Sprachstil, sprich klar und verständlich. Das zeugt von Selbstsicherheit und überspielt eventuelle Nervosität. 

Halte deinen Pitch einfach. Erkläre das Konzept so, als hätte dein Gegenüber keine Ahnung vom Thema. 

Wecke Emotionen. Das funktioniert am besten mit bildhafter Sprache oder positiven Assoziationen. Damit bliebt das Gesagte noch besser in Erinnerung. 

Zeige deinem Publikum, dass du zu 100 Prozent hinter deiner Idee stehst. Vertraue uns: Deine Leidenschaft wird überzeugen und anstecken! Beschränke dich auf das Wesentliche und schweife nicht ab. Denk daran, du hast nur 30 Sekunden Zeit. 

Tipps zur Umsetzung – so formulierst du den Elevator Pitch

Mache dir zuerst Gedanken über die Marke. Diese Fragen helfen dir dabei: 

  • Wie lautet das Markenversprechen an die Zielgruppe?
  • Was macht meine Marke so einzigartig?
  • Was unterscheidet das Produkt von denen der Mitbewerber?
  • Wie lauten die Markeneigenschaften?
  • Wie würde ich den Charakter meiner Marke beschreiben, wenn sie eine Person wäre?

Nimm dir einen Zettel zur Hand und schreibe deinen Elevator Pitch nieder. Das Motto: In der Kürze liegt die Würze. Konzentriere dich ausschließlich auf die positiven Aspekte und Stärken. Verzichte auf unnötige Füllwörter und Fachbegriffe und verwende einfache, für jeden verständliche Formulierungen. 

Webtext-Produktion für E-Commerce. | © punkt & komma

Pitch ist nicht gleich Pitch – die verschiedenen Arten eines Pitchs

Du weißt nicht ganz, wie du deinen Pitch am besten aufs Papier bringst? Kein Problem, wir haben ein paar Beispiele für dich, wie du deinen Elevator Pitch am besten umsetzt:

  • Allzweck-Pitch: In einer allgemeinen Präsentation kannst du klar und intuitiv all deine Punkte anbringen. Er lässt sich je nach Situation und Ansprechpartner leicht erweitern oder verkürzen.
  • Pixar-Pitch: Erzähle eine Geschichte. Der Pitch ist nicht umsonst nach dem Animationsstudio benannt! Zieh dein Gegenüber mit einer anschaulichen Geschichte in deinen Bann und überzeuge es so mit Leichtigkeit. 
  • Verkaufs-Pitch: Der Pitch richtet sich direkt an deine potenziellen Kunden. Konzentriere dich darauf, ihre Wünsche direkt anzusprechen. Eröffne das Gespräch auch gerne mit einer rhetorischen Frage, um die Kunden direkt zum Thema hinzuführen. 

Ein letzter Tipp: Bevor du deinen Pitch einem wichtigen Geschäftspartner vorstellst, trag ihn einem Freund oder Bekannten vor. Er hat die Idee verstanden? Gratuliere! Du bist bereit mit deinem Pitch zu überzeugen.

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