Das war der ContentDay 2021

Die Trends im Schnelldurchlauf

Autor
Portrait von Susanne Holzer. | © punkt & komma
Susanne Holzer
Content-Redakteurin

It’s good to be back! Nach einem Jahr Zwangspause war es am 9. September 2021 endlich wieder so weit. Der ContentDay kehrte bereits zum siebten Mal in die Luftballon-geschmückten Hallen des IMLAUER Hotel Pitter Salzburg zurück – und das mit einem Programm, das sich sehen lassen konnte! 350 Teilnehmer:innen, 20 Speaker, 3 Tracks mit Vorträgen und Workshops und jede Menge Trend-Themen bildeten die perfekte Basis für einen Tag im Zeichen des guten Content.

Dieses Jahr neu: Dank des Hybrid-Konzepts konnten die Teilnehmer:innen die spannenden Vorträge auch remote verfolgen. Dagegen alt bewährt und stets beliebt: Der Breakfast-Club, bei dem man mit gutem Kaffee und angenehmen Gesprächen in den Konferenztag starten konnte.

Das fulminante Comeback des ContentDay hast du dir hoffentlich nicht entgehen lassen! Oder etwa doch? Na hör mal …! Wir wollen trotzdem nicht so sein und servieren dir die wichtigsten Trends & Themen des Konferenztags im Recap. Wissen zum Mitnehmen – jetzt zum Nachlesen!

Der Live Track im Überblick

ContentDay 2021 – die Key Learnings

Keynote: Philipp Maderthaner

Menschen begeistern und bewegen im digitalen Zeitalter

Der Keynote-Speaker des diesjährigen ContentDay kam dem einen oder anderen zurecht bekannt vor. Schließlich sah man Philipp Maderthaner wenige Tage zuvor noch als Investor bei „2 Minuten 2 Millionen“, bevor er am Konferenz-Tag die Content-Bühne rockte.

Seine Kernaussage: Begeisterung kann man nicht kaufen. Deshalb müsse man Kund:innen mit Echtheit, Authentizität und Gefühlen begeistern. Dabei immer im Fokus: die User und ihre Bedürfnisse. Als Wegweiser gab Maderthaner den Zuhörer:innen drei wichtige „Weisheiten“ mit:

  • Wir lieben uns selbst.
  • Wir lieben Gefühle über alles.
  • Wir lieben Echtheit.

Menschen kaufen keine Produkte, sondern Meinungen, Werte und Überzeugungen. Deshalb solle man weggehen von der Idee, Content zu „erzeugen“, und die User stattdessen an gutem Content „teilhaben lassen“. Dieser sollte laut dem erfolgreichen Unternehmer im besten Fall eines der sechs emotionalen Grundbedürfnisse erfüllen: Abwechslung, Sicherheit, Zugehörigkeit, Bedeutsamkeit, Wachstum und der Wunsch, etwas beizutragen

Daniel Rehn

Tech, Digitales, Gesellschaftliches, … Was kommt als Nächstes und worauf sollten wir uns einstellen? Ein Blick in die Kristallkugel

Daniel Rehn wagte in seinem Vortrag einen Blick in die Zukunft des digitalen Marketings. Auch er stellte das Denken aus User-Sicht klar in den Mittelpunkt und zeigte einige wichtige Gesellschaftstrends auf. Die Corona-Pandemie habe auf das digitale Verhalten sowohl als Pause als auch als Brandbeschleuniger gewirkt. Durch das verstärkte Bedürfnis nach Eskapismus war die Online-Welt in letzter Zeit wichtiger denn je – gefolgt von einer gewissen Ermüdungserscheinung.

Als Gewinner der Pandemie sieht Rehn TikTok, als Verlierer Facebook und Instagram. Zweiteres macht seiner Meinung nach von der Bilder- zur Videoplattform derzeit viel falsch. Auch Podcasts und Hörspiele seien weiter klar im Trend.

Tipp: Besonders folgende Themen sollte man laut Rehn als Content-Marketer gerade im Auge behalten:

  • Twitch & Discord
  • YouTube Shorts
  • TikTok
  • Pinterest
  • Verschmelzung von analoger Welt und Digital-Events (Fortnite, Animal Crossing)
  • Newsletter als Slow Media
  • Auswirkungen der Cookiecalyps
Regina Karnapp

Content Marketing – quo vadis?

Anhand umfassender Studienergebnisse präsentierte Regina Karnapp vom Content Marketing Forum spannende Erkenntnisse über die aktuelle Content-Marketing-Welt. So zeigte sie auf, dass in Österreich die Bereitschaft, in Content-Marketing zu investieren, extrem hoch sei – ebenso wie die Zielgruppenrelevanz der untersuchten Medien.

Als wichtiges Thema unterstrich Karnapp die Prozessqualität, die sie im Gegensatz zur Ergebnisqualität in Österreich noch ausbaufähig sieht. Auch sie hob dabei den Zielgruppenfokus als besonders wichtiges Kriterium hervor.

Irene Michl

Content-Audit: Wie schaut’s aus?

Die „Marie Kondo für Websites“ zeigte auf anschauliche Weise vor, wie das „Aufräumen“ der eigenen Web-Präsenz funktioniert. Als wichtigste Schritte des Content-Audits nannte sie dabei die folgenden Punkte:

  • Inventur der Website
  • Zielsetzung definieren
  • Prüfkriterien festlegen
  • Umfang und zeitlichen Rahmen festlegen
  • Quantitatives & Qualitatives Audit
  • Handlungen ableiten
  • Bewusst neue Inhalte produzieren
  • Repeat

Tipp: Wenn du mehr zum Thema Content-Audit wissen möchtest, hilft dir bestimmt auch unser Content-Audit-FAQ!

Katharina Novi & Lena Wostal

WTF is IoT? Magenta-Strategie: kurz & einfach erklärt, wenn es kompliziert ist

Anhand der IoT-Kampagne für Magenta zeigten Katharina Novi und Lena Wostal auf, wie gerade schwierige B2B-Themen mit zielgruppengerechtem Content optimal aufbereitet werden können. In ihrem Fall wurde die Kommunikation jeweils speziell für Technik-Noobs und Technik-Experts aufbereitet. Dabei immer im Fokus: Content, der die Nutzerfragen beantwortet. Denn: Nicht jedes Produkt ist so selbsterklärend wie Baby-Windeln!

Paul Lanzerstorfer

Und Action! Wie man mit Videos auf YouTube, Facebook und Instagram positiven ROI erzielt

96 Prozent der Konsumenten schauen sich vor dem Kauf Produktvideos an. Generell ist Video in der Awareness-Phase im Kaufprozess ein unschlagbares Tool. Grund genug für Paul Lanzerstorfer, sich in seinem Vortrag speziell dem Thema Video zu widmen.
Das Format Video bietet seiner Ansicht nach einige unbestreitbare Vorteile:

  • Reichweite
  • Aufmerksamkeit
  • Emotion
  • Erklärung
  • Nutzerverhalten
  • Video-Ads
  • Retargeting

Auch zu den Themen Kosten, Effizienz und Formate gab Lanzerstorfer praktische Tipps und Empfehlungen. Zum Thema Video möchtest du noch mehr wissen? Dann wirf doch einen Blick auf unseren Artikel „Kurzlebige Videos erfolgreich einsetzen“!

Manfred Rump

OK Zoomer! Marketing für die Gen Z

Manfred Rump von House of Yas widmete sich in seinem Vortrag einer ganz speziellen Zielgruppe, der Gen Z. Anhand einer repräsentativen Studie beantwortete er die wichtigsten Fragen zu dieser im Marketing oft schwer greifbaren Generation, unter anderem …

Wer ist die Gen Z?

  • Geburtsjahrgänge 1995–2010 (1/3 der Weltbevölkerung)
  • geprägt durch das digitale Ökosystem sowie die enormen gesellschaftlichen Umbrüche des 21. Jahrhunderts 
  • reich an Möglichkeiten, arm an Orientierung

Wo ist die Gen Z unterwegs?

  • Instagram, YouTube, Snapchat, TikTok
  • definieren sich nicht über soziodemografische Aspekte, sondern über Interessen
  • sind Community-driven (Wachstum von „Digital campfires“ und Mirco-Communities)

Was erwartet die Gen Z von Marken?

  • Marken sollen sich zu Themen wie Rassismus, Tierschutz, Klimawandel, etc. gesellschaftspolitisch positionieren.

Wie sollen Marken mit der Gen Z kommunizieren?

  • auf negatives Feedback zeitnah reagieren
  • Community auf Augenhöhe ernst nehmen
Christoph Schwaiger

User Experience = Customer Experience. Warum Content und UX für Customer Experience so wichtig sind

Christoph Schwaiger, Designer und User-Experience-Experte bei elements, plauderte bei seinem Vortrag aus dem UX-Nähkästchen. Nachdem User online 100 Mal ungeduldiger seien als im echten Leben, sei es immens wichtig, den User bei reibungslosem Ablauf auf einer Website zu begeistern und zu unterhalten.

Es gehe dabei nicht mehr um „Mobile first“, sondern um „User first“ – den Fokus von Design und Content auf die Bedürfnisse des Nutzers. Emotion und Funktion stehen dabei klar im Vordergrund. Denn: Customer experience is your brand!

Ines Eschbacher, Paul Lanzerstorfer & Daniel Rehn

Content-Marketing Q&A

Wenn zwei Speaker kurzfristig ausfallen, … dann freut sich das Publikum! Denn kurzerhand wurde am ContentDay das Programm geändert, um Raum für eine spontane Content-Marketing-Q&A-Session zu schaffen.

Die drei Content-Marketing-Profis Ines Eschbacher, Paul Lanzerstorfer und Daniel Rehn nahmen sich Zeit, die brennendsten Fragen der Konferenzteilnehmer:innen zu beantworten. Ist Bewegtbild für jedes Unternehmen relevant? Was macht einen großartigen Post aus? Solche und ähnliche Fragen wurden von dem Experten-Trio in ungezwungenem Rahmen beantwortet.

Nie mehr Content-Marketing-Trends verpassen

Sei beim nächsten Mal dabei!

Bestimmt wird dir spätestens jetzt klar: Wenn du beim ContentDay 2021 nicht dabei warst, hast du ganz schön was verpasst. Damit dir das im nächsten Jahr nicht wieder passiert, legen wir dir die Website des ContentDay ans Herz. Dort findest du alle News zu Österreichs Fachkonferenz für Content-Creation und Content-Marketing. Auch auf Instagram, Facebook und LinkedIn lohnt es sich, vorbeizuschauen!

Wo du noch mehr über aktuelle Content-Marketing-Trends erfährst? Genau dort, wo du gerade bist! Mit unserem Online-Magazin für Content bleibst du stets am Ball!

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