Perfect Match im Content Marketing!

Diese Distributionskanäle ergänzen sich perfekt

Mehrere inhaltlich, gestalterisch und redaktionell verknüpfte Kanäle innerhalb einer inhaltlich, formal und zeitlich abgestimmten Kampagne. Das ist es, worum es beim Crossmedia-Marketing geht. Klingt kompliziert? Ist es gar nicht! punkt & komma zeigt dir, was es bei der Distribution deines Contents zu beachten gilt – und welche Kanäle sich „perfect matchen“!

Crossmedia – wieso, weshalb, warum

Crossmedia. Ein Begriff, der aus dem Marketing nicht mehr wegzudenken ist. Und ein Phänomen, das gar nicht so neu ist, wie es scheint. Das beweist ein Blick in die 1920er-Jahre: Inhalte wurden nicht mehr nur in der Zeitung, sondern auch im Radio verbreitet. Seit 1941 dann auch im TV.

Damals wie heute ist dabei eine auf die Zielgruppe abgestimmte Auswahl des Contents entscheidend. Ebenso wie eine klare und eindeutige Bildsprache. Nur so können Querverbindungen auch über einzelne Kanäle hinweg entstehen. Wer das schafft, trägt zur Imagebildung bei und kann durch Vertrauen und Glaubwürdigkeit Leads, Kunden und sogar Mitarbeiter gewinnen. Wie das am besten gelingt, liest du jetzt …

Content-Distribution vs. Content-Promotion

Je nach der von dir gewählten Strategie, solltest du zwischen reiner Content-Distribution und gezielter Content-Promotion unterscheiden. Bei der Content-Distribution sprichst du die User qualifiziert über deine eigenen Medien an. Damit werden vielleicht weniger Menschen erreicht, dafür aber genau die, die sich bereits für dein Unternehmen interessieren.

Die Content-Promotion meint dagegen das bewusste „In-die-Breite-Gehen“ – die Ansprache ist quantifiziert. Das hat zur Folge, dass mehr Menschen, aber möglicherweise eben auch mehr „Uninteressierte“ erreicht werden – was gleichzeitig Chance und Risiko ist. Im Marketing wird dafür mit Paid Media und Earned Media gearbeitet.

Verschiedene Medienarten für erfolgreiche Kampagnen

Apropos Paid und Earned Media: Vor der eigentlichen Kombination der Distributionskanäle ist es wichtig, sich grundsätzlich die verschiedenen „Medienarten“ in Erinnerung zu rufen.

Unterschieden wird zwischen …

Owned Media, wobei es sich um den Content auf eigenen Plattformen wie Website und Corporate Blogs, aber auch Events handelt.

Paid Media also Content auf anderen Plattformen, meist als kostenpflichtige Werbung in Form von Bannern, Anzeigen oder bezahlter Platzierung.

Earned Media, womit Content auf anderen Plattformen mit kostenfreier Platzierung beschrieben wird. Darunter fallen zum Beispiel Medienkooperationen mit Bloggern.

Richtiger Content zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Unabhängig von der Medienart ist es wichtig, welche Inhalte du wann und wo verbreitest. Wusstest du, dass du für Posts auf Facebook und Google+ die gleichen Gestaltungsmöglichkeiten hast. Auf Facebook allerdings kurze und auf Google+ lange Beiträge besser ankommen? Und dass du auf Twitter zwei bis vier, auf Instagram bis zu 30 und auf Facebook am besten gar keine Hashtags verwendest? Alles eine Frage der Anpassung – an die Zielgruppe und an den Distributionskanal.

1. Der Inhalt

Nicht jeder Content performt auf allen Kanälen gleich. Entscheidend ist, die Inhalte optimal an den Kanal und die Zielgruppe anzupassen. Und dem User Qualität zu bieten – egal, ob der Beitrag kurz oder lang, Artikel oder Video, für Facebook oder die Unternehmenswebsite ist. Natürlich macht Qualität allein noch nicht sichtbar. Letztendlich hat es aber nur hochwertiger Content verdient, verbreitet, geliked und geteilt zu werden – auf welchem Kanal auch immer.

2. Das Timing

Ein zweiter wichtiger Punkt: Poste dann, wenn deine Audience zuhört! Ansonsten riskierst du, dass deine Inhalte schlicht und einfach nicht gehört bzw. nicht gesehen oder gelesen werden. Facebook-Posts performen in der Regel mittags und abends am besten, während die Community auf LinkedIn während der Arbeitszeiten am aktivsten ist. Instagram und Pinterest werden überwiegend abends genutzt.

Die empfohlene Häufigkeit, mit der du posten solltest, wird schnell zur Gratwanderung zwischen „immer präsent“ und „viel zu aufdringlich“ sein. Auf Twitter ist es beispielsweise durchaus üblich bis zu viermal am Tag zu posten, auf Facebook ganz und gar nicht. Blog-Posts können ruhig mehrmals täglich samt Bildern auf Pinterest, Instagram, Flicker etc. promotet werden. Evergreens sollten alle drei bis vier Monate wieder aufgegriffen werden, um Google mit frischen Zugriffszahlen auf bereits relevante Seiten glücklich zu machen.

3. Der Kanal

Wie bei jeder guten Geschichte, sollte auch bei der Distribution derselbigen der „rote Faden“ gut erkennbar sein. Ein Artikel oder eine Dienstleistung findet zum Beispiel über eine SEO-optimierte Landingpage, eine Influencer-Kampagne und Social Media Marketing den Weg in die Köpfe – und im Idealfall auch in die Herzen – der Zielgruppe.

Auch hier gilt wieder: Egal, ob Websitebeschreibung, Blogpost oder Werbefilm – finde heraus, womit und wo du deine Zielgruppe am besten erreichst!

Die Website ist übrigens meist der erste Berührungspunkt mit einem Unternehmen. Deshalb ist es wichtig, vor allem dort die anderen Kanäle – zum Beispiel mit Social-Media-Icons – gut sichtbar zu platzieren. Gleiches empfiehlt sich auch für den Newsletter und die E-Mail-Signatur.

Was auf welchem Social-Media-Kanal besonders gut funktioniert

Zielgruppengerechte Ansprache schön und gut, aber was funktioniert nun auf den einzelnen „sozialen“ Kanälen? Wir haben uns auf Facebook, Twitter und Instagram umgeschaut:

  • Auf Facebook ist vor allem Video auf dem Vormarsch. Außerdem spielen hier Paid Advertising und die Zusammenarbeit mit Influencern aus der Branche eine große Rolle. Ebenfalls im Kommen: Chatbots für den Messenger.
  • Auf Twitter ist es wichtig, nur begrenzt Links zu teilen und die richtigen zwei (!) Hashtags zu setzen. Es empfiehlt sich, jeder Erwähnung Aufmerksamkeit in Form einer Reaktion zu schenken. Nutze außerdem die Twitter Card für potenzielle Follower.
  • Instagram bietet spezielle Business-Accounts. Speziell sollte auch deine Hashtag-Strategie sein. Lieber weniger, aber dafür wirklich relevante Hashtags lautet die Devise. Kunde und Kreativität stehen dabei im Fokus – arbeite zum Beispiel mit Giveaways oder Gewinnspielen.

Das Promoten von Blog-Posts geht übrigens auf allen Kanälen. Live-Events und kuratierter Content finden vor allem auf Twitter, Facebook und Google+ ihren Platz.

Audi als bekanntes Beispiel für Crossmedia-Marketing

Ein hervorragendes Beispiel für Crossmedia-Marketing ist die Audi AG. Das Mitarbeiter-Magazin ist als Print- und Online-Variante erhältlich und ermöglicht den Zugriff auf die verschiedenen Social-Media-Kanäle sowie die App des Unternehmens. Darüber hinaus besteht bei Audi die Möglichkeit, per Augmented Reality direkt auf Online-Content zuzugreifen. Mehr zur AR-App des Ingolstädter Automobilherstellers.

Audi quattro coaster AR from POL on Vimeo.

Crossmedia-Kampagnen für unsere Kunden

Wie punkt & komma Crossmedia-Marketing für Kunden einsetzt? Dafür ist die Grünkraft-Kampagne des Steiermark Tourismus ein gutes Beispiel. Diese wurde zusammen mit den Kollegen von elements geplant und umgesetzt. Es ging darum, die steirische Glücksformel aus Naturerlebnissen, Regeneration, Wellness und Wohlbefinden bekannt und begehrenswert zu machen.

Folgende Kanäle wurden bei diesem Projekt kombiniert:

  • GDN (Google Display Netzwerk): Inspiration und Bewerbung der Grünkraft-Themen mittels Native Advertising, um Reichweite und Traffic zu generieren (Paid Media)
  • Influencer-Relations: Blogger zu einer Reise in die Steiermark einladen, Begehrlichkeit für die Marke wecken und Markenbekanntheit durch reichweitenstarke Influencer erhöhen, User gezielt durch Nischen-Influencer erreichen (Earned Media)
  • Social Media Push: Neue User, Views, Likes, Shares, Comments und damit mehr Reichweite, Ankündigung der Influencer-Reise via Facebook (paid) über die Page der Steiermark, Berichterstattung der Blogger selbst
  • Blog: Storytelling über die Grünkraft-Reise, Interviews mit Grünkraft-Begleitern, Blogartikel am Steiermark-Blog (Owned Media)

Zu guter Letzt …

Egal, für welche Medienarten du dich entscheidest: Berücksichtige beim Crossmedia-Marketing die Vorteile der einzelnen Kanäle – und nutze diese aus! Relativ simple Social-Media-Beiträge lassen sich wunderbar mit Online-Inhalten auf eigenen Plattformen vernetzen. Durch Fachbeiträge in (Online-)Magazinen können Veranstaltungsbesucher gewonnen werden. Tags und Links verbinden einen Social-Media-Kanal ganz einfach mit einem anderen; und so weiter und sofort …

Übrigens: Beiträge wie dieser werden vor allem auf unserer Facebook-Seite und in einem eigenen Newsletter promotet. Wichtige Distributionskanäle für die von uns angebotenen Workshops sind ebenfalls der Newsletter und das Online-Magazin. In unserer E-Mail-Signatur sind Verlinkungen zur Website, der Facebook-Seite und – natürlich – zum Newsletter zu finden.

In diesem Sinne: Happy crossing!

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