Wann sollst du Paid Advertising im Content-Marketing einsetzen?

Wann sollst du Paid Advertising im Content-Marketing einsetzen?

Du kennst das sicher: Du sitzt abends gemütlich auf der Couch und scrollst durch den neuesten Feed auf Facebook, Instagram und Co. Und immer häufiger bemerkst du zwischen der täglichen Flutwelle an obligatorischen Spiegel-Selfies, Hiking-Pics und stylischen „Fensterfotos“ der Lifestyle-Blogger bezahlte Werbeanzeigen, die genau deinen Geschmack und Interessen treffen. Zufall? Eher nicht!

Ein Holztisch voll mit Klemmbrettern, Laptop, Handy, Taschenrechner, Blöcke, Zeitungen und einer Tasse Kaffee.

Merke dir, hinter allem steckt Kalkül! Ein Klick, dem du nicht widerstehen kannst und schon landest du auf einer Webseite mit jeder Menge Content der dich interessiert. Und genau da spielen die Paid Ads eine entscheidende Rolle. Mit günstigen Mitteln erreichen Firmen/Unternehmen genau die richtige Zielgruppe und außerdem kannst du als Content Marketer den Kampagnenerfolg in Echtzeit messen!

Wir wollten es genauer wissen und haben beim Profi nachgefragt: was, wie, wo, worin, weshalb Paid Advertising im Content Marketing der absolute Burner ist. Lese und lerne von Lukas Höller, Head of Campaigns bei elements , und dir wird sich eine völlig neue Welt des Online Marketings erschließen…

 

Frage 1: Wie lässt sich „klassisches“ Content Marketing mit Paid Advertising ergänzen?

Lukas: Paid Advertising hat mehrere Facetten und unterscheidet sich in verschiedenen Zielsetzungen. Gerade wenn es darum geht die Zahl der Websitebesucher zu erhöhen und diese gleichzeitig über gewisse Themen zu informieren/ein gewünschtes Ergebnis auf der Website zu „provozieren“, ist guter Content der Schlüssel zum Erfolg.

Online Marketing steht prinzipiell vor zwei grundlegenden Herausforderungen:

  • Wie bringe ich meine Botschaft an meine Zielgruppe
  • Wie verpacke ich meine Botschaft, damit sie von meiner Zielgruppe angenommen wird?

Frage 2: Wann genau und wie sind Paid Aids interessant? Wenn ja, gibt es bestimmte Voraussetzungen unter denen man in solche Werbemaßnahmen investieren sollte?

Lukas: Paid Advertising ist immer dann spannend, wenn ich mehr Personen ansprechen möchte, als es mir mit klassischen Mitteln (zum Beispiel durch SEO) möglich ist. Bezahlte Werbung bietet Unternehmen die Möglichkeit, mit vergleichsweise (im Gegensatz zu TV, Print etc.) sehr günstigen Mitteln meine gewünschte Zielgruppe anzusprechen und den Kampagnenerfolg in Echtzeit zu messen.
Und merke dir: Die beste Website mit dem schönsten Content, das beste Produkt und das aufwendigste produzierte Video bringen einem Unternehmen keinen Vorteil, wenn sie/es ungesehen bleibt!Tablet mit Online Marketing Notizen

Frage 3: Worin besteht der Unterschied zum allgemeinen Online Marketing?

Lukas: Wenn mit allgemeinem Online Marketing alles gemeint ist was nichts kostet, dann besteht der größte Unterschied in der Möglichkeit in kurzer Zeit und ohne Streuverluste eine große Anzahl von potenziellen Kunden zu erreichen, ohne dass ich auf organisches Wachstum warten muss (was oft ein jahrelanger aufbauender Prozess ist). Unternehmen können durch eingesetzte Werbe-Euros direkt die gewünschten Personen ansprechen und haben dabei auch die Möglichkeit (zum Beispiel durch Google AdWords) mit anderen kleinen lokalen/großen internationalen Unternehmen in den Wettbewerb zu treten, was durch organisches Wachstum vermutlich niemals möglich wäre.

Um meine Erklärung besser zu veranschaulichen ein Beispiel:
Stelle dir vor, ein mittelgroßes Hotel das Zimmer auf der eigenen Website anbietet. Durch geschaltete Anzeigen in der Google Suche/in sozialen Netzwerken und Co. kann das Hotel die potenziellen Kunden zu einer Buchung auf der eigenen Website bewegen und spart damit sie Provision, die sie sonst an Reisebüros (offline) oder große Booking-Anbieter (booking, checkfelix, trivago und so weiter) abtreten müssten. Wird das Werbebudget richtig eingesetzt, kann man die anfallenden Kosten dabei halbieren und mehr.

Frage 4: Was sind deiner Meinung nach die sinnvollsten Anwendungsgebiete?

Lukas: Ehrlich gesagt kenne ich keinen Anwendungsfall, wo Paid Advertising nicht sinnvoll wäre.
Hat ein Unternehmen potenzielle Kunden, die es zu erreichen gilt – macht bezahltes Online Marketing auch Sinn!

Sobald ein Unternehmen in klassische offline Werbung investieren möchte, ist bezahltes Online Marketing mehr als nur relevant und sollte meiner Meinung nach auch der erste Schritt sein. Egal welche Altersgruppe erreicht werden soll: Durch richtig eingesetztes Know-how kann jede Zielgruppe ohne große Streuverluste mit bezahlten Online Marketing erreicht werden.

Ich betone dabei nochmal: Durch die Möglichkeit der (sehr genauen) Messung hat man zudem den Vorteil sofort zu sehen, ob sich die Werbung bezahlt macht oder nicht und kann im Unterschied zu klassischer Werbung in Echtzeit reagieren und Anpassungen vornehmen!

Frage 5: Kannst du ein paar Beispiele nennen, in denen Content Marketing und Performance Marketing gut ineinandergreifen?

Lukas: Nicht ein paar, sondern alle!
Content (Texte/Videos/Werbemittel etc.) ist die Basis für jeden Kampagnenerfolg. Paid Advertising kann Leute auf die Website bringen oder die Marke bekannt machen. Danach und davor ist Content Marketing essentiell um erreichten Personen richtig/zielgerichtet abzuholen.

Organizer mit färbigem Balkendiagramm

Frage 6: Gibt’s No-Gos?

Lukas: „No Gos“ sind vor allem Wunderdinge von bezahlter Online Werbung zu erwarten. Paid Advertising ist ein wichtiger Baustein. Wie gerade beschrieben muss aber die gesamte Werbe-/Online Strategie ineinandergreifen, um auch den gewünschten Output zu generieren. Die beste Paid Advertising Kampagne stößt an ihre Grenzen und wird keinen zufriedenstellenden ROAS liefern, wenn die Website Technik dahinter nicht mitspielt oder die Texte schlecht geschrieben sind und dem User nicht das liefern was er braucht.
ROAS, was ist das eigentlich? Das Kürzel steht für „Return on Advertising Spend“ und kann als wichtige Kennzahl im Online Marketing verstanden werden. Im Endeffekt basiert die ROAS-Kennzahl auf den tatsächlich erzielten Gewinn pro Werbeausgabe in Euro. Ganz einfach gesagt, der ROAS wird bei der Beurteilung von einzelnen Werbeanzeigen und Kampagnen herangezogen.

Die Paid Advertising-Strategie muss genau so durchdacht werden wie es auch offline passieren würde:

  • Wenn will ich ansprechen?
  • Wo erreiche ich meine Kunden (Google/Facebook/Instagram/Blogs etc.)?
  • Was ist das Ziel der Kampagne (Verkäufe/Ladenbesuche/Image/etc.)?
  • Wie kann ich diese Ziele messen?
  • Wie spreche ich meinen Kunden am besten an (Videoinhalt, Bildmaterial, Botschaft, Angebote etc.)? Wie bringe ich ihn dazu auf meine Website zu kommen? Wie hole ich ihn dort am besten ab und mache den User zum Kunden?

Wissenswertes zum Profi

Porträtbild Lukas Höller

Lukas Höller ist als Head of Campaigns bei elements für die strategische Planung und Durchführung von Marketingkampagnen, vor allem im Performance-&-Image-Bereich, zuständig. Gemeinsam mit seinem Team steht er für den Erfolg von Werbekampagnen, die sich oft im siebenstelligen Budgetbereich wiederfinden. Mit einem BWL-Studium und Branchenerfahrung als Background leitet er Kunden von der Strategiefindung, über die Zielsetzung und Definition der Zielgruppen, weiter über die Planung der digitalen Kommunikationswege, bis hin zur analytischen Erfolgskontrolle.

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