So war das Marketing Rockstars Festival 2015

Auf nach Graz und #thinkahead15

Freitag frühmorgens: Mit Vorfreude und hohen Erwartungen nach dem Festival-Debüt im letzten Jahr geht’s los. Das punkt & komma-Team fährt geschlossen zum Marketing Rockstars Festival nach Graz.

9:30: Die letzten werden die Ersten sein! Pünktlich zur … ähh … naja, zumindest sind wir jetzt da.

9:35: Gerade rechtzeitig durch den Einlass geschafft um noch eine Goodie-Bag abzustauben. Wie auch schon im letzten Jahr gibt es schöne Juttetaschen mit Hipster-Aufschrift: Die Entscheidung zwischen „I didn`t fall, the floor just needed a hug“ und „Carpe that fucking Diem“ fiel schwer. Zum Glück sind wir zu dritt – somit können wir drei unterschiedliche Taschen abstauben.

 

Hello Marketing Rockstars

9:38: Erster Stopp im ersten Stock der Stadthalle, der einer Markthalle gleicht. Und was sticht uns sofort ins Auge – der mächtige Kaffeestand von Hornig und der Jägermeister-Foto-Bus. Für das traditionelle Selfie ist schließlich immer Zeit.

9:45: Aus der Master Class Vier dröhnt es laut. Wir sind neugierig auf starken Content und starten das Marketing Rockstars Festival mit einer Master Class. Niall Horgan von Twitter erinnert uns gleich zu Beginn an drei wichtige Fakten:

  • Mobile is the new normal
  • Plan for the unplanned
  • Get your content to the right people

10:20: Wir schauen uns ein wenig in der eindrucksvollen Ausstellungs-Halle  um und stärken uns mit lecker Frühstück und Kaffee. Und während wir genüsslich an unserem heißen Getränk schlürfen, sprechen uns zwei junge Damen an: Ob wir Interesse an einem Studium haben? Wir fühlen uns geschmeichelt, lehnen aber höflich ab. Wir wissen ja nicht, dass dies nicht das letzte Mal war, dass wir für potenzielle Studenten oder Praktikanten gehalten werden.

Marketing Rockstars

11:30: Auch Andrew Phipps versetzt uns zurück in vergangene Zeiten: Wie wir im Alter von sieben Jahren waren? Angstfrei!, sagt er. Er spricht uns Mut zu und bringt Unterstützung vom Filmbusiness. Diese zehn Filme lernen einem mehr über Marketing, als man glaubt:

  • Frozen: Beweg dich, bleib nicht fest an deiner Stelle. Hab keine Angst zu versagen!
  • Les Miserables: Sei glücklich und vergleiche dich nicht zu sehr mit anderen.
  • Alice im Wunderland: Heb den Kopf vom Smartphone hoch und entdecke die Welt.
  • Fast & Furious: Verändere dich gemeinsam mit der Welt. Schnell.
  • Back to the Future: Lass dich von der Vergangenheit nicht aufhalten, aber schaue auch zurück. Was damals nicht funktionierte, wird vielleicht heute ein Hit.
  • Transformers: Werde flexibel, aber verstell dich nicht. Kenne deine Stärken und deine Schwächen.
  • Mission Impossible: Zu teuer? Zu wenig kosteneffektiv? Ja, vielleicht, aber nicht unmöglich.
  • Monsters University: Hör nicht auf, dich weiterzubilden.
  • Lucy: Wir nützen nur 10 Prozent unseres Gehirns. Also nütze diese 10 Prozent effektiv!
  • (Dream) Big: What would you have done, if you were seven?

 

12:20: Motiviert bis in die Haarspitzen verlassen wir die Master Class und schaffen es gerade noch rechtzeitig, um die letzten Minuten von Jan Honsel zu hören. Der DACH-Manager von Pinterest spricht uns aus dem Herzen: „Followerzahl ist auf Pinterest nicht entscheidend, um Erfolg zu haben. Wichtiger ist der gute Content!“ Das sehen wir genauso, Jan!

Jan Honsel, Pinterest

14:24: Unverhofft kommt oft. Adidas spricht über seine Unternehmensgeschichte und darüber, wie der Hype eigentlich entstanden ist. Eher zufällig und ohne Strategie – das überrascht. Die oberflächlichen Inputs leider nicht. Schade, von dieser Session hätten wir uns mehr erhofft.

14:50: Back to the Master Class: Disruptive Storytelling mit Torsten Panzer aus Hamburg. Digitale Mundpropaganda ist so wichtig wie nie zuvor, meint er. Aber wie verhält man sich als Unternehmen Online, damit man nicht alle abschreckt?

Der Trick: Wie auf einer Party! Unternehmen sind momentan aber noch die Party-Prolos. Sie kommen rein, und pöbeln rum. Das muss sich ändern, sagt Panzer. 92 Prozent der Menschen vertrauen sowieso den anderen Partygästen, sprich Bekannten, mehr: Überlassen wir also dem zufriedenen Kunden die Kommunikation für die Marke.

16:00: Wir würden gerne Ramon De Leon sehen, aber seine Master Class droht jederzeit zu explodieren. Der Lautstärke nach zu urteilen war es aber sehr, sehr gut.

16:08: Zwei weitere Damen probieren es in der Warteschlange nochmal mit einem Studium. Danke! Aber immer noch nein danke.

16:23: Wir geben auf und gehen zur Keynote-Stage. Jason Romeyko von Saatchi & Saatchi diagnostiziert dem Kreativbereich einen Mangel an Talent und motiviert die Marketing-Crowd zu mehr Eigeninitiative und Umdenken: “Conversations happen when it’s interesting. Interesting is the currency of our times.”

17:00: Unser Tag neigt sich dem Ende zu. Wir machen uns wieder auf den Weg zurück nach Salzburg – aber Conny lassen wir in Graz – eine muss uns schließlich auch auf der After-Show-Party repräsentieren.

Marketing Rockstars
Unser Fazit: Das zweite Marketing Rockstars Festival inspiriert mit seinem jungen, hippen und modernen Esprit. Die Organisation war top. Leider verwechselten so manche Speaker die Session mit einem Sales-Pitch. Und das mögen wir leider nicht so gerne.

 

Eure Miriam

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