Owned, Paid, Earned, Social: die vier Grundarten von Content und wie Touristiker damit umgehen sollten

Wusstet ihr, dass es unterschiedliche Arten von Content gibt. Ja, Inhalt ist nicht gleich Inhalt. Jetzt mal ganz von den Contentformen abgesehen (Text, Bild, Video, Grafik, etc.) unterscheiden wir zwischen vier Grundarten des Contents: Eigene, gekaufte, verdiente und soziale Inhalte. Diese Inhalte findest du in den unterschiedlichen Kanälen wieder.

Der Wahrheit ins Gesicht sehen. Dem Leser ist der Kanal, auf dem er eure Inhalte findet, egal! Dennoch hat die Form des Inhalts bestimmte Auswirkungen auf deine Glaubwürdigkeit, deinen Einfluss und die Reichweite – und natürlich auch auf die Kosten.

Wo die Unterschiede der einzelnen Contetnarten liegen und was das für Touristiker bedeutet, erklären wir gerne.

Dürfen wir vorstellen: Owned, Paid, Earned und Social

Owned Content = selbst erstellte und selbst verwaltete Inhalte

Diesen Inhalt kannst DU voll und ganz selbst bestimmen – und zwar zu 100 Prozent. Du entscheidest, welches Bild, welcher Text, welche Position. Was du nicht beeinflussen kannst, ist die Reichweite, die dein eigener Content erreicht! Und ob man dir deinen Inhalt abnimmt – sprich: ob die Leser glauben, was du schreibst.

Owned Content ist die Basis für alles andere. Du kannst deine Marke damit stärken. Diese Inhalte kannst du selbst gestalten, verteilen und in den Suchmaschinen positionieren.

Achtung: Die Akzeptanz und die Glaubwürdigkeit des OWNED CONTENT sind im Allgemeinen geringer als bei redaktionellen Inhalten.

Wo man eigene Inhalte im Tourismus findet:

  • auf der eigenen Website
  • im Blog (Magazin, Journal)
  • im Newsletter
  • auf Facebook

Paid Content = bezahlte Reichweite für meine Inhalte

Paid Content nennt man jenen Inhalt, bei dem du die volle Kontrolle über die Reichweite hast. Zum Beispiel mit:

  • Werbeanzeigen auf Facebook
  • Google Adwords

Aber das kostet, wie der Name schon sagt, bares Geld. Gute Plätze auf Google und Facebook kosten eben Geld.

Achtung: Wie beim Owned Content ist die Akzeptanz und die Glaubwürdigkeit von PAID Content gering.

Wo man gekaufte Inhalte im Tourismus findet:

  • Google Adwords
  • Newsletter von Drittanbietern (Tourismusverbänden, Dach-Organisationen), bei denen man sich einkaufen kann
  • Kampagnen von Drittanbietern, für die man bares Geld bezahlt

Earned Content = Inhalte, die du dir verdienen musst

Diese Inhalte erzeugen andere für dich. Zum Beispiel Blogger oder Redakteure. Sprich, eine gute Blogger-Relations oder gute Öffentlichkeitsarbeiten sind von Vorteil. Obwohl die Reichweite, die ein „earned Content“ erreicht, höher ist – verlierst du hierbei die Kontrolle über deine Inhalte. Aber das sollte dir keine Angst machen. Deine deine eigenen Interessen solltest du bei dieser Contentart zurückstellen. Wichtig ist, was den Redakteur oder den Blogger interessiert – denn er entscheidet, ob er deine Inhalte weiterverarbeitet. Also hilf ihm am besten, das er alle Informationen die er braucht auch findet.

Wo man verdiente Inhalte im Tourismus findet:

  • Reiseblogs
  • Magazine &  Zeitungen, die Geschichten über deine Region oder Produkt bringen.
  • Apps
  • Reiseführer

Social Content = Soziale Inhalte, die von der Öffentlichkeit erstellt werden

Auch die sozialen Inhalte musst du dir mit Knochenarbeit verdienen. Hier geht’s dann gleich viel chaotischer zu. Diese Inhalte kannst du vielleicht moderieren, aber Kontrolle hast du gar keine mehr.

Wo man verdiente Inhalte im Tourismus findet:

  • Bewertungsplattformen
  • Facebook
  • Twitter
  • Blogs

Und nun? Was machen wir mit dieser Information?

Nun ja, wir entscheiden, welche Inhalte wir für unsere Content-Strategie brauchen und was wir damit machen wollen. Es steht fest, dass eigene Inhalte die Basis für alles andere ist. Die unterschiedlichen Disziplinen sind eng miteinander verbunden und für den User/Leser vermischen sich die einzelnen Formen zu einem großen Ganzen. Denn dem Leser ist schlussendlich egal, wie wir die unterschiedlichen Contentarten im Hintergrund betiteln – Hauptsache er/sie kommt schnell zu der gewünschten Information.

Und jene Unternehmen, die es schaffen, die einzelnen Disziplinen gut zu managen, werden in der Medienwelt (also in der von uns gewünschten Öffentlichkeit) ganz vorne mit dabei sein. Und je mehr von den anderen Unternehmen das nicht schaffen, desto besser für dich!

 

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