Content-Ranking-Faktoren 2015

Das macht Google und den User glücklich

Oft hört man: Google macht Unternehmern, Touristikern, Gastronomen und Marketern das Leben schwer, indem es immer wieder die Rankingkriterien ändert. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Denn eigentlich ist es doch so, dass die Suchmaschine Google ja auch nur eine Maschine ist. Eine Maschine, die von Menschen wie du und ich programmiert wird. OK. Zugegeben. Diese Menschen verstehen mehr von Algorithmen und Technik wie wir beide zusammen plus all unsere Freunde. Aber genau diese klugen Menschen lassen Google reagieren. Und zwar auf die Bedürfnisse der User. Unsere Bedürfnisse. Denn nicht nur die Rankingfaktoren ändern sich laufend, sondern auch die Endgeräte und unser Nutzungsverhalten.

Auf was Google im Jahr 2015 achtet und wie sich die Rankingfaktoren verändert haben, verrät wie jedes Jahr Searchmetrics. Wir haben die wichtigsten Punkte der Bereiche Content, Social Signals und Onpage-Optimierung herausgepickt und für euch zusammengefasst.

Wie guter Content die Position in Google mitbestimmt

Hochwertiger, relevanter und nutzenstiftender Content ist das Um und Auf jeder SEO- oder Online-Marketing-Strategie.

Content-Tipp #1: Es geht nicht um mehr, sondern um bessere Inhalte

Die aktuelle Wortanzahl für gute Inhalte ist weiterhin gestiegen. Es sind Texte mit durchschnittlich 830 Wörtern (das sind zirka 2,5 DinA4-Seiten), die am besten ranken und am liebsten geteilt werden. Unter den Top10-Seiten sind die Texte sogar 909 Wörter lang.

Das heißt jetzt nicht, dass du jeden bestehenden Text unnötig „aufblasen“ sollst. Nutze vielmehr die Informationen über die Struktur und den Zusammenhang von Themen, um deine Inhalte zu optimieren.

Content-Tipp #2: Keywords

Immer mehr Webtexte werden nicht mehr nur auf ein (1) Keyword optimiert. Vielmehr geht es um die verwandten Terme und eine hohe semantische Dichte an themenverwandten Wörtern. Und natürlich darum, ob dein Text die Frage des Users beantworten kann!

Zusätzlich zum Haupt-Keyword ist die Verwendung von Proof-Terms essenziell für das gute Ranking. Ein Beispiel: Wenn dein Haupt-Keyword „Wellnesshotel“ ist, dann wären deine Proof-Terms „Beauty“, „Entspannung“, „Sauna“, „Massage“ … Das macht eine holistische Seite aus.

Und dann gibt es dann noch die Relevant-Terms, die immer und immer wichtiger werden: das sind die „entfernteren verwandten Begriffe“ zu einem Thema. „Kosmetikerin“, „Pediküre“, „Ruheraum“.

Content-Tipp #3: Strukturiert und einfach

Bereite deine Texte für deine Leser auf – und zwar so, dass die Texte in allen Situationen gelesen werden können. Das verlangt eine einfache Sprache, kurze Sätze und eine optimale Strukturierung des Textes (Absätze, Aufzählungen, Überschriften, …)

Mögliche Situationen, in denen dein Text funktionieren muss:

  • Text wird am Desktop von jemanden gelesen, der gleichzeitig eine Leberkäs-Semmel mit viel Senf isst.
  • Text wird am iPad im Schwimmbad liegend gelesen, die Kinder rundherum schreien und laut sind.
  • Text wird am Smartphone im Bus gelesen – der Bus fährt viele Kurven und der Sitznachbar riecht nicht so angenehm.

Ranking-Faktors-Infografik-2015-DE

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Sind Social Media für Google wichtig?

Und zwar sind es die Social Signals! Top-rankende URLs haben mehr Social Signals.

Social Signals-Tipp #1: Nütze Social Media

Nutze Facebook-Marketing und integriere alle wichtigen Buttons auf deiner Website (Like, Share, …) Die Anzahl von Facebook-Likes & -Shares ist auf allen untersuchten Suchergebnis-Positionen angestiegen. Seiten auf Google-Position 1 haben doppelt so viele Facebook-Signale wie Seiten, die auf Position 2 ranken. Dasselbe gilt übrigens auch für Google+ und Twitter (Google+ und Twitter sind leicht rückläufig).

Social Signals-Tipp #2: Setze verstärkt auf Fotos und Videos

Die sozialen Plattformen Pinterest und Instagram holen stark auf! Jene Social Signals steigen und steigen und werden immer wichtiger für ein gutes Ranking.

Social Signals-Tipp #3: Immer Kosten-Nutzen im Auge behalten

Obwohl erkennbar ist, dass sich die Social Signals auf das Ranking auswirken, betont Google, dass Social Signals kein direktes Ranking-Signal darstellen. 
Und: Eine hohe Zahl von Social Signals setzt auch voraus, dass das Unternehmen regelmäßig frischen und guten Content veröffentlicht.

Allgemeine Faktoren zusammengefasst:

  • Technische Aspekte sind die Grundvoraussetzung, um gute Rankings mit gutem Content zu erzielen. Das ist so. Und das bleibt so.
  • Immer mehr Seiten sind technisch gut optimiert und verfügen über Description und Elemente wie eine H-Auszeichnung der Überschriften.
  • Setze auch weiterhin auf kürzere und sprechende URLs.
  • Die Dateigröße nimmt zu, gleichzeitig ist die Ladezeit gestiegen. Sitespeed ist ein wichtiger Rankingfaktor, die wachsende Dateigröße eine Begleiterscheinung.
  • Die Anzahl der Bilder auf Websites steigt, die Zahl der Videos geht zurück.
  • Die Einbindung von Bildern und Videos verbessern die User Signals auf Webseiten stark.
  • Besser rankende Seiten strukturieren ihren Content umfangreicher, enthalten mehr interaktive Elemente und eine bessere interne Linkstruktur. Damit sind sie sowohl für User als auch für Google klar verständlich und interpretierbar.
  • Der Anteil von Websites ,die Adlinks und Google Adsense-Anzeigen integriert haben, ist gegenüber 2014 rückläufig.
  • Auf den vorderen Positionen ranken vermehrt responsive Seiten und solche, die auf Flash verzichten.
  • User Signals sind das A und O für deine Inhalte und Rankings. Die Reaktion der Nutzer auf deine Inhalte gibt Suchmaschinen direkten Input über deren Zufriedenheit mit deinem Content.

Backlinks sind noch immer ein Faktor, der einen Zusammenhang mit guten Rankings aufweist. Die Relevanz nimmt jedoch kontinuierlich ab. 
(Laut Searchmetrics wird die Relevanz von Links in der Zukunft zugunsten anderer Faktoren zunehmend in den Hintergrund treten.)

  • „Mentions“ – also die Nennung einer Domain oder einer Brand ohne Verlinkung – spielt zunehmend ebenfalls eine Rolle – insbesondere auf Domains mit thematischer Nähe.
  • Gleichzeitig haben weniger Backlinks die Homepage als Linkziel, sondern verweisen zunehmend auf Unterseiten.

Wer alle Ergebnisse selbst nachlesen möchte, sollte sich das Whitepaper über die Search Ranking-Faktoren und Rang-Korrelationen 2015 unbedingt downloaden.

Übrigens: Dieser Text hat 905 Wörter.

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