Textlängen im Web: Auf die Länge kommt es an!

Du hast gerade eine Headline mit 9 Wörtern gelesen.

Findest du diese Überschrift zu kurz oder zu lang? Wie du bestimmt schon weißt, gilt es bei der Content-Erstellung eine Menge Kriterien zu beachten. Da wäre zu allererst das Thema. Aber auch deine Personas, die Wahl des Mediums und die Optimierung des Contents für das jeweilige Medium. All diese Kriterien tragen dazu bei, ob dein Content toppt oder floppt.

Durchschnittliche Textlaengen im Web Content-Agentur punkt & komma aus Salzburg

Du fragst dich nun, woraus sich die Textlänge eigentlich ergibt? Nun, das hängt von zahlreichen Faktoren ab. Da wäre zum einen das Thema: Es macht nicht viel Sinn auf Biegen und Brechen weiterzutexten, wenn alles Wichtige gesagt wurde. Wenn du nach 400 Wörtern alles geschrieben hast, um die Bedürfnisse deiner Personas zu stillen, ist das prima! Aber manchmal braucht es eben auch ein paar mehr Worte – etwa 1.000 Wörter, oder vielleicht sogar 2.000 Wörter.

Dazu kommen noch weitere Faktoren:
• die Content-Art (siehe die Grafik etwas weiter oben)
das Ziel, das du mit deinem Content erreichen willst
• das Gerät, auf dem dein Content später gelesen wird

Die Metatags: Titel und Description

Metatags werden leider immer noch viel zu oft stiefmütterlich behandelt oder sogar vergessen. Ob mit Absicht oder nicht – gut ist das nicht. Denn Title und Description sorgen dafür, dass Google deine Inhalte einem gewissen Thema zuordnen kann. Und dass deine Personas deine Inhalte finden. Zudem sind sie das erste, das deine potenziellen Kunden von dir lesen – und sie dazu bringt, auf deine Webseite zu klicken. Und zwar direkt in der Suchergebnisliste! Aktuell schenkt uns Google folgenden Platz für unsere Metatags:

Title: maximal 70 Zeichen – achte jedoch auf das jeweilige CMS. Nicht überall werden auch tatsächlich 70 Zeichen ausgespielt.
Description: maximal 175 Zeichen. Bei der Länge gilt in Sachen CMS dasselbe wie beim Title.

MetaTags für SEO und Google der Content-Agentur punkt & komma aus Salzburg

Warum wir von Platz und nicht von Zeichen sprechen? Nun, das ist schnell erklärt: Google rechnet nicht nach Zeichen – sondern nach Pixel. Hier ein Beispiel zur Veranschaulichung: Fasst ein Lift sechs Personen, ist es ein Unterschied, ob nun sechs rankenschlanke Kinder oder sechs korpulente Erwachsene im Aufzug stehen. Und ein „m“ braucht nun einmal mehr Platz als ein „i“.

Tipp: Verpacke in den Title übrigens unbedingt deine Marke und in die Description eine Call-to-Action.

Content Marketing - das Workbook von Ines Eschbacher von der Content Agentur punkt & komma

Mehr zum Thema Metatags findest du in „Content Marketing – das Workbook“.

Headlines und Zwischenüberschriften

Headlines und Zwischenüberschriften zählen zu den wichtigsten Elementen deines Textes. Sie verschaffen deinen Lesern einen ersten Eindruck, einen Überblick und last but not least sind sie höchst SEO-relevant. Was das Textieren von Headlines und Zwischenüberschriften so schwierig macht? Du musst mit wenigen Worten ziemlich viel sagen – und noch dazu hübsch verpacken.

Viele „scannen“ ausschließlich über die Headlines „drüber“ und noch dazu nur die ersten und letzten Wörter. Deshalb sollte deine perfekte Überschrift auch nicht mehr als sechs Wörter lang sein. Das geht nicht immer. Das wissen wir besonders gut. Aber bei der optimalen Länge von Headlines gilt: In der Kürze liegt die Würze.

Webtext: Auf die Satzlänge kommt es an!

Ein Satz mit 27 Wörtern:
Im Web lieben wir kurze und prägnante Sätze – aber bitte nicht so wie in einem Kinderbuch, denn auch das Niveau deiner Leser sollte beim Webtexten berücksichtigt werden.

Drei Sätze mit je sechs Wörtern:
Wir lieben kurze und prägnante Sätze. Aber nicht so wie im Kinderbuch. Berücksichtige auch das Niveau der Leser.

Zwei Sätze mit je acht und 16 Wörtern:
Im Web sind kurze und prägnante Sätze gefragt. Aber nicht so, als stammen sie aus einem Kinderbuch – berücksichtigen Sie das sprachliche Niveau Ihrer Leser.

Na … liest du den Unterschied? Kurz und prägnant bedeutet nicht, dass du auf vernünftige Satzgefüge mit Haupt- und Nebensätzen verzichten musst.

Die Faustregel: Ist dein Satz länger als 15 bis 17 Wörter, überprüfe ihn nochmals! Streiche unnötige Füllwörter. Setze Verben ein. Oder mache einfach zwei Sätze daraus.

die optimale Textlaenge von der Content-Agentur punkt & komma aus Salzburg

Der Blogbeitrag: Wie lange sollte er denn nun sein?

Und nun noch zu einem Thema, das auch wir Webtexter und Online-Marketer immer wieder und wieder diskutieren: die perfekte Länge eines Blogbeitrages. Die Meinungen dazu sind gespalten. Denn einerseits ist die Länge des Contents maßgeblich für das Ranking verantwortlich. Andererseits macht es keinen Sinn, deinen Artikel mit unnötigen Floskeln und unwichtigen Infos in die Länge zu ziehen. Dann lieber ein kürzerer Text. Oder gar keiner.

Die punkt-&-komma-Faustregel lautet daher: Ein Blogbeitrag ist solange, bis alles Wichtige und Relevante gesagt wurde. Wir starten am liebsten ab 600 Wörter.

Mehr zur optimalen Content-Länge und alles zu einer erfolgreichen Content-Strategie findest du auch in „Content Marketing – das Workbook. Schritt für Schritt zu erfolgreichem Content“.

Der Betreff im Newsletter: Du hast nur eine Chance …

… Deine Empfänger zu überzeugen. Denn wer den Betreff versemmelt, hat bereits verloren. Oder hast du schon einmal einen Newsletter mit dem Betreff „Herzlich Willkommen bei unserem Newsletter“ geöffnet? Na eben! Maximal 50 Zeichen solltest dein Newsletter-Betreff haben. Da die verschiedenen E-Mail-Programme jedoch variieren, ist es von Vorteil, das Wichtigste zuerst zu schreiben.

via GIPHY

Texte für Facebook: „Mehr anzeigen“ … nicht!

Ja, wir geben es zu. Auf Facebook gilt: je kürzer desto besser. Die ideale Länge eines Facebook-Posts liegt bei 100 bis maximal 250 Zeichen. Und ja, wir geben auch zu, dass das selbstverständlich nicht immer geht. Trotzdem: Erscheint ein „Mehr anzeigen“ bei deinem Facebook-Posting ist das nicht so optimal. Warum das so ist? Das Leseverhalten auf Facebook ist dann doch noch mal grundlegend anders als das Leseverhalten einer Website.

Die meisten nützen Facebook mobil – also am Smartphone oder Tablet. Sie öffnen den Newsstream und scrollen mal nach unten. Wenn etwas interessant klingt, halten sie inne. Niemand klinkt auf „Mehr anzeigen …“ um herauszufinden, ob sich dahinter was Interessantes versteckt. Ausnahmen bestätigen selbstverständlich und wie so oft die Regel. Aber kommt es mal vor, dass der Text wirklich länger ist, solltest du deine Fans mit den ersten 100 Zeichen bereits catchen.

By the way: Dieser Magazinbeitrag besteht aus 993 Worten, 6.445 Zeichen, 38 Absätzen und 112 Zeilen.

2 Kommentare

    • Ines Eschbacher schreibt:

      Liebe Sissi,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Wir verfolgen die folgende Strategie: Ist mit einem Foto alles gesagt, was wir sagen möchten, belassen wir es dabei. Aber gerade zu bestimmten Anlässen – sei es eine Konferenz oder eine Firmenfeier – bewährt es sich auch mehrere Fotos oder gar ein Fotoalbum zu posten. Tipp: Plane deinen Post vor und sieh ihn dir in der Vorschau an. Oft werden die Fotos so angeordnet & abgeschnitten, dass man kaum noch etwas darauf erkennen kann. In diesem Fall gilt: lieber ein Foto entfernen (oder noch eines hinzufügen). Ich hoffe, wir konnten dir damit weiterhelfen.
      Liebe Grüße, Susi vom punkt-&-komma-Team

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *